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Instandio

Auftragsverarbeitungsvertrag

Stand: 15.08.2026

nach Artikel 28 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO) Produkt: Instandio — Instandhaltungs- und Prüffristenmanagement

Dokumentfassung: AVV-Version 1.1 · Stand 15.08.2026 Anlagen: Anlage 1 (Verarbeitungsübersicht), Anlage 2 (Technische und organisatorische Maßnahmen), Anlage 3 (Unterauftragsverarbeiter)


Empfehlung vorweg: die EU-Standardvertragsklauseln statt dieses Vertrags

Ein eigener Vertragstext ist nicht erforderlich. Art. 28 Abs. 6 und 7 DSGVO lassen zu, dass ein Auftragsverarbeitungsvertrag ganz oder teilweise auf von der Kommission erlassenen Standardvertragsklauseln beruht. Diese Klauseln liegen vor:

Durchführungsbeschluss (EU) 2021/915 der Kommission vom 04.06.2021 über Standardvertragsklauseln zwischen Verantwortlichen und Auftragsverarbeitern gemäß Artikel 28 Absatz 7 der Verordnung (EU) 2016/679, Amtsblatt L 199 vom 07.06.2021, Seiten 18 bis 30.

Was das bringt: Der Text steht fest und darf inhaltlich nicht verändert werden — damit entfällt jede Diskussion über die Wirksamkeit einzelner Klauseln, insbesondere über die Beschränkung des Prüfungsrechts (§ 9) und über die Änderungsklausel (§ 2). Eine prüfende Rechtsabteilung erkennt das Dokument wieder und muss es nicht zeilenweise lesen. Kosten: 0,00 €.

Die Anhänge lassen sich unmittelbar aus diesem Satz übernehmen:

Anhang der StandardvertragsklauselnInhaltQuelle bei uns
Anhang IParteien, Beschreibung der Verarbeitung, Kategorien betroffener Personen und Datenarten, Zwecke, Dauer11_Anlage-1-Verarbeitungsuebersicht.md — direkt einsetzbar
Anhang IITechnische und organisatorische Maßnahmen12_Anlage-2-TOM.md — nur die Maßnahmen mit dem Stand ✔ umgesetzt. Die Standardvertragsklauseln kennen keine Freizeichnung wie § 6 Absatz 2 dieses Vertrags
Anhang IIIListe der Unterauftragsverarbeiter13_Anlage-3-Unterauftragsverarbeiter.md — derzeit leer, weil kein Unterauftragsverarbeiter beauftragt ist

Was die Standardvertragsklauseln nicht lösen: Sie beseitigen das Risiko der Vertragsform, nicht das Risiko der Substanz. Ein Anhang II mit fast ausschließlich geplanten Maßnahmen bleibt ein Anhang II mit fast ausschließlich geplanten Maßnahmen — ohne die Möglichkeit, das im Text zu kennzeichnen. Deshalb gilt auch bei ihrer Verwendung § 6 Absatz 5 dieses Vertrags: kein Produktivbetrieb, solange eine als kritisch gekennzeichnete Maßnahme nicht den Stand ✔ trägt.

Was aus diesem Vertrag erhaltenswert bleibt und als ergänzende Vereinbarung neben die Standardvertragsklauseln gehört, weil diese es nicht regeln: die Versionierung des Vertrags (§ 2), die Karenzzeit mit Exportfenster und Löschprotokoll (§ 11 Absatz 2), der Verzicht auf ein Zurückbehaltungsrecht (§ 11 Absatz 7) und die Abgrenzung der aggregierten Produktkennzahlen (§ 4 Absatz 7). Ergänzende Regelungen sind zulässig, solange sie den Klauseln nicht widersprechen.


Vertragsparteien

Auftragsverarbeiter (nachfolgend „vdw” oder „Auftragsverarbeiter”)

vdw GmbH Fichtenstr. 49 57368 Lennestadt Telefon: 02723/719334 E-Mail: info@v-d-w.de Geschäftsführer: Olaf von Deines, Dorian Wolf Handelsregister: HRB Siegen 13974 USt-ID: DE369550121

Verantwortlicher (nachfolgend „Kunde” oder „Verantwortlicher”)

Vom Kunden auszufüllen:

Firma: ______________________________________________ Anschrift: ___________________________________________ Vertreten durch: _____________________________________ Handelsregister: _____________________________________ Ansprechpartner Datenschutz (Name, E-Mail, Telefon): ______________________________________________


§ 1 Gegenstand, Rangfolge und Dauer

(1) Gegenstand. Der Kunde nutzt die Software Instandio als von vdw betriebene Anwendung (Software as a Service) zur Verwaltung von Prüf- und Wartungspflichten an technischen Arbeitsmitteln und Anlagen. vdw verarbeitet dabei personenbezogene Daten ausschließlich im Auftrag und nach Weisung des Kunden. Der Kunde bleibt Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO; vdw ist Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 4 Nr. 8 DSGVO.

(2) Verhältnis zum Hauptvertrag. Dieser Vertrag konkretisiert die datenschutzrechtlichen Pflichten aus dem zwischen den Parteien geschlossenen Nutzungsvertrag über Instandio (nachfolgend „Hauptvertrag”) einschließlich der zugehörigen Leistungsbeschreibung und der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

(3) Rangfolge. Bei Widersprüchen gilt: dieser Vertrag mit seinen Anlagen vor dem Hauptvertrag vor den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Innerhalb dieses Vertrags gehen die Anlagen dem Vertragstext vor, soweit sie ihn konkretisieren, nicht jedoch, soweit sie ihm widersprechen.

(4) Dauer. Dieser Vertrag beginnt mit seiner Annahme durch den Kunden und läuft für die Dauer des Hauptvertrags. Er endet mit dessen Beendigung; die Pflichten aus § 11 (Löschung und Rückgabe), § 5 (Vertraulichkeit) und § 13 (Haftung) bestehen darüber hinaus fort.

(5) Kündigung. Eine gesonderte Kündigung dieses Vertrags ohne gleichzeitige Beendigung des Hauptvertrags ist ausgeschlossen, weil die Nutzung von Instandio ohne Auftragsverarbeitung nicht möglich ist. Unberührt bleibt das außerordentliche Kündigungsrecht des Kunden nach § 8 Absatz 5 (Widerspruch gegen einen Unterauftragsverarbeiter) und bei schwerwiegenden, nicht abgestellten Verstößen von vdw gegen diesen Vertrag.


§ 2 Annahme, Versionierung und Änderung dieses Vertrags

(1) Technisch erzwungene Annahme. Der Produktivbetrieb von Instandio setzt die Annahme dieses Vertrags voraus. Die Anwendung speichert dazu je Mandant

Feld im DatenbestandInhalt
mandant.avv_versiondie Versionsnummer der angenommenen Fassung, z. B. 1.0
mandant.avv_akzeptiert_amDatum und Uhrzeit der Annahme
mandant.avv_akzeptiert_vonKennung der annehmenden Person beim Kunden

Ohne gesetzte Werte in diesen Feldern schaltet die Anwendung den Mandanten nicht produktiv. Der Kunde kann die angenommene Fassung, das Annahmedatum und alle früheren Fassungen jederzeit in der Anwendung einsehen und als PDF abrufen.

○ geplant, Stand 07.08.2026 — die Felder sind im Datenmodell vorgesehen, die Anwendung besitzt weder Mandantenverwaltung noch Zustimmungsdialog.

(2) Versionsnummern. Fassungen dieses Vertrags werden nach dem Muster Hauptversion.Nebenversion gezählt.

ÄnderungsartBeispielWirkung
Nebenversion (1.0 → 1.1)redaktionelle Klarstellung, Aufnahme oder Wechsel eines Unterauftragsverarbeiters, Ergänzung einer zusätzlichen technischen Maßnahme in Anlage 2Ankündigung nach Absatz 3; keine erneute Annahme erforderlich; Widerspruchsrecht nach § 8 Absatz 5 bleibt unberührt
Hauptversion (1.x → 2.0)Änderung von Gegenstand, Zweck, Datenarten, Verarbeitungsort, Löschfristen oder Haftung; Wegfall einer bisher zugesicherten Maßnahmeerneute ausdrückliche Annahme durch den Kunden erforderlich; ohne Annahme bleibt die bisherige Fassung für den laufenden Vertrag maßgeblich

(3) Ankündigung. vdw kündigt jede neue Fassung mindestens 30 Tage vor ihrem Wirksamwerden in Textform an den beim Kunden hinterlegten Datenschutz-Ansprechpartner sowie in der Anwendung an. Die Ankündigung nennt die Versionsnummer, das Wirksamkeitsdatum und eine Gegenüberstellung der Änderungen.

(4) Nachweis. Die Versionierung nach diesem Paragraphen dient zugleich dem Nachweis nach Art. 5 Abs. 2 DSGVO. vdw bewahrt jede Fassung dieses Vertrags mit dem Zeitpunkt ihrer Gültigkeit und den Annahmen der Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses und zehn Jahre darüber hinaus auf.


§ 3 Art, Umfang und Zweck der Verarbeitung; Datenarten; betroffene Personen

(1) Art, Umfang, Zweck der Verarbeitung, die Arten der verarbeiteten personenbezogenen Daten und die Kategorien betroffener Personen ergeben sich abschließend aus Anlage 1 (Verarbeitungsübersicht).

(2) Zusammenfassung. Die Verarbeitung umfasst das Erheben, Erfassen, Organisieren, Speichern, Anpassen, Auslesen, Abfragen, Verwenden, Übermitteln innerhalb des Systems, Einschränken, Löschen und Vernichten personenbezogener Daten zum Zweck des Betriebs von Instandio für den Kunden.

(3) Keine Verarbeitung besonderer Kategorien. Die Parteien sind sich einig, dass Instandio nicht für die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO bestimmt ist. Zu arbeitsmedizinischen Vorsorgen sollen weder Untersuchungsergebnisse noch Befunde erfasst werden, sondern ausschließlich das Faktum „Eignungsnachweis liegt vor, gültig bis TT.MM.JJJJ” ohne Dokument.

Keine Zusicherung einer technischen Sperre. ○ geplant, Stand 07.08.2026 — die technische Sperre des Dokumentuploads für Qualifikationen der Kategorie „Eignung” (Anlage 2 Nr. 1.5.6) ist in ARCHITEKTUR.md §2.5 vorgesehen, in der Anwendung 1.1 jedoch nicht gebaut. Der Datentyp Zertifikat erlaubt derzeit den Upload beliebiger Nachweisdateien ohne Kategorieprüfung. vdw sichert eine solche Sperre für den Stand dieses Vertrags nicht zu. Die Einhaltung des Absatzes 4 obliegt bis zu ihrer Umsetzung allein dem Kunden; vdw weist ihn hierauf vor der Aufnahme der Nutzung gesondert und in Textform hin und lässt den Hinweis gegenzeichnen.

(4) Pflicht des Kunden. Der Kunde verpflichtet sich, in Instandio keine Daten nach Art. 9 DSGVO und keine Daten über strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten (Art. 10 DSGVO) einzugeben oder hochzuladen. Erlangt vdw Kenntnis von einem Verstoß, teilt vdw dies dem Kunden unverzüglich mit; die Entfernung obliegt dem Kunden.

(5) Ort der Verarbeitung. Die Verarbeitung findet ausschließlich in Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum statt. Der konkrete Verarbeitungsort ergibt sich aus Anlage 1 und Anlage 3. Jede Verlagerung in ein Drittland bedarf der vorherigen Zustimmung des Kunden und setzt das Vorliegen der Voraussetzungen der Art. 44 bis 49 DSGVO voraus.


§ 4 Weisungsrecht und Weisungsbindung

(1) Verarbeitung nur auf Weisung. vdw verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Kunden, einschließlich in Bezug auf die Übermittlung in Drittländer, es sei denn, vdw ist hierzu nach dem Recht der Union oder eines Mitgliedstaats verpflichtet, dem vdw unterliegt. In einem solchen Fall teilt vdw dem Kunden diese rechtlichen Anforderungen vor der Verarbeitung mit, sofern das betreffende Recht eine solche Mitteilung nicht wegen eines wichtigen öffentlichen Interesses verbietet (Art. 28 Abs. 3 lit. a DSGVO).

(2) Weisungen im Regelbetrieb. Als Weisung gelten:

a) dieser Vertrag einschließlich seiner Anlagen sowie der Hauptvertrag mit Leistungsbeschreibung — sie bilden die Grunddauerweisung, b) die vom Kunden in der Anwendung vorgenommenen Einstellungen, insbesondere Aufbewahrungsfristen, Sichtbarkeitsstufe des QR-Portals, Benachrichtigungsregeln, Rollen- und Rechtevergabe, Freischaltung personenbezogener Auswertungen, c) Einzelweisungen in Textform nach Absatz 3.

(3) Einzelweisungen. Einzelweisungen erteilt der Kunde in Textform an datenschutz@v-d-w.de, solange dieses Postfach nicht eingerichtet ist an info@v-d-w.de. Mündliche Weisungen bestätigt der Kunde unverzüglich in Textform. vdw dokumentiert jede Einzelweisung mit Eingang, Inhalt, ausführender Person und Ausführungszeitpunkt und bewahrt diese Dokumentation für die Vertragsdauer und drei Jahre darüber hinaus auf.

(4) Weisungsberechtigte. Weisungsberechtigt sind auf Seiten des Kunden die in Anlage 1 Abschnitt 8 benannten Personen. Der Kunde hält diese Liste aktuell. vdw benennt als weisungsempfangende Stelle Olaf von Deines, Geschäftsführer, in Vertretung Dorian Wolf, Geschäftsführer.

(5) Hinweispflicht bei rechtswidriger Weisung. Ist vdw der Auffassung, dass eine Weisung gegen die DSGVO oder gegen andere Datenschutzbestimmungen der Union oder der Mitgliedstaaten verstößt, informiert vdw den Kunden unverzüglich (Art. 28 Abs. 3 Satz 3 DSGVO). vdw ist berechtigt, die Ausführung der betreffenden Weisung bis zu deren Bestätigung oder Änderung durch den Kunden auszusetzen. Bestätigt der Kunde die Weisung schriftlich, führt vdw sie aus; die Verantwortung trägt insoweit der Kunde.

(6) Mehraufwand. Weisungen, die über den vertraglich vereinbarten Leistungsumfang hinausgehen und bei vdw einen Aufwand von mehr als zwei Stunden verursachen, vergütet der Kunde nach dem im Hauptvertrag vereinbarten Stundensatz. vdw weist auf die Vergütungspflicht vor der Ausführung hin. Unentgeltlich bleiben stets Weisungen, die auf die Herstellung eines datenschutzkonformen Zustands gerichtet sind, den vdw zu vertreten hat.

(7) Kein eigener Zweck. vdw verwendet die im Auftrag verarbeiteten Daten nicht für eigene Zwecke. Zulässig bleibt die Erhebung aggregierter, nicht personenbezogener Produkt- und Nutzungskennzahlen (Anzahl der Objekte, gebuchte Module, Zahl der Anmeldungen je Mandant) zur Abrechnung, zur Kapazitätsplanung und zur Produktverbesserung. Eine Auswertung von Inhalten findet nicht statt.


§ 5 Vertraulichkeit

(1) Verpflichtung der Beschäftigten. vdw verpflichtet alle zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten befugten Personen zur Vertraulichkeit, soweit sie nicht bereits einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen (Art. 28 Abs. 3 lit. b DSGVO). Die Verpflichtung erfolgt in Textform vor der ersten Tätigkeitsaufnahme, spätestens jedoch vor der Aufnahme des Produktivbetriebs für den Kunden, wirkt über das Ende des Beschäftigungsverhältnisses hinaus und wird dokumentiert. vdw legt dem Kunden die Verpflichtungserklärungen auf Verlangen als Nachweis nach § 9 vor.

(2) Datengeheimnis. Die Verpflichtung umfasst das Verbot, personenbezogene Daten unbefugt zu verarbeiten, sowie die Belehrung über § 42 BDSG und Art. 83 DSGVO.

(3) Schulung. vdw schult die mit der Verarbeitung befassten Personen bei Aufnahme der Tätigkeit und danach mindestens jährlich zu Datenschutz und Datensicherheit. Die Teilnahme wird dokumentiert.

○ Stand 07.08.2026 — Vertraulichkeitsverpflichtungen und Schulungsnachweise für die vdw-Beschäftigten liegen noch nicht in dokumentierter Form vor (Anlage 2 Nr. 4.1.4 und 4.1.5). Die Absätze 1 und 3 beschreiben insoweit eine zu erfüllende Pflicht, nicht einen bestehenden Zustand. Sie ist vor der Aufnahme des Produktivbetriebs für den ersten Kunden herzustellen; § 6 Absatz 5 gilt entsprechend.

(4) Kreis der Zugriffsberechtigten. Zugriff auf Kundendaten erhalten ausschließlich Personen, die ihn zur Erfüllung der vertraglichen Leistung benötigen. vdw führt eine dokumentierte Liste dieser Personen und aktualisiert sie bei jeder Änderung.

(5) Kein anlassloser Zugriff. vdw greift nicht ohne Anlass auf Inhalte des Kunden zu. Ein Support-Zugriff erfolgt ausschließlich nach vorheriger Freischaltung durch den Kunden, ist auf den Anlass und die Dauer der Unterstützung beschränkt und wird von vdw dokumentiert. Diese Beschränkung gilt ab Vertragsschluss als vertragliche und organisatorische Pflicht von vdw.

(6) Technische Umsetzung des Absatzes 5. Die technische Absicherung dieser Pflicht — gesonderte Rolle vdw_support, Freischaltung durch den Kunden in der Anwendung, automatische zeitliche Befristung, vollständige Protokollierung und Anzeige jeder Support-Aktion im Mandanten — ist in Anlage 2 Nr. 1.3.6 als kritisch gekennzeichnet und trägt den Stand ○ geplant, Stand 07.08.2026. Sie ist bis zur Aufnahme des Produktivbetriebs herzustellen (§ 6 Absatz 5) und ist bis dahin nicht Gegenstand einer Zusicherung. Die Pflicht aus Absatz 5 bleibt davon unberührt.


§ 6 Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

(1) vdw trifft die zur Sicherheit der Verarbeitung erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO. Diese sind in Anlage 2 beschrieben.

(2) Kennzeichnung des Umsetzungsstands. Anlage 2 kennzeichnet jede Maßnahme mit ihrem tatsächlichen Umsetzungsstand (✔ umgesetzt, ◑ teilweise umgesetzt, ○ geplant). Maßnahmen mit dem Stand ○ geplant sind nicht Gegenstand einer Zusicherung und begründen keinen Anspruch des Kunden, solange sie diesen Stand tragen. Der Kunde erkennt an, dass er den Umsetzungsstand vor Vertragsschluss zur Kenntnis genommen hat.

(3) Fortschreibung. vdw darf die Maßnahmen fortentwickeln, solange das vereinbarte Schutzniveau nicht unterschritten wird. Wesentliche Änderungen dokumentiert vdw und teilt sie dem Kunden nach § 2 Absatz 3 mit. Eine Absenkung des Schutzniveaus ist eine Änderung der Hauptversion nach § 2 Absatz 2 und bedarf der erneuten Annahme.

(4) Angemessenheit. Die Parteien sind sich einig, dass die Maßnahmen dem Stand der Technik, den Implementierungskosten und der Art, dem Umfang, den Umständen und den Zwecken der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zu entsprechen haben. vdw überprüft die Angemessenheit mindestens jährlich sowie anlassbezogen bei wesentlichen Änderungen der Verarbeitung.

(5) Umsetzungsstand als Vertragsvoraussetzung. vdw sichert zu, den Produktivbetrieb für einen Kunden erst aufzunehmen, wenn die in Anlage 2 als kritisch gekennzeichneten Maßnahmen den Stand ✔ umgesetzt tragen. Dies betrifft insbesondere Mandantentrennung, Verschlüsselung im Transport und im Ruhezustand, Rollen- und Rechtekonzept, Ereignisprotokoll und Datensicherung mit erprobter Wiederherstellung.

(6) Freigabe des Produktivbetriebs. Die Annahme dieses Vertrags nach § 2 Absatz 1 allein schaltet einen Mandanten nicht produktiv. Zusätzlich zu den dort genannten Feldern setzt die Freischaltung eine dokumentierte, von beiden Geschäftsführern der vdw GmbH gegengezeichnete Bestätigung voraus, dass die Voraussetzung des Absatzes 5 im Zeitpunkt der Freischaltung vorliegt. Die Bestätigung wird mit dem Prüfdatum und dem zugrunde liegenden Stand der Anlage 2 aufbewahrt und dem Kunden auf Verlangen vorgelegt.


§ 7 Unterstützung des Verantwortlichen

7.1 Betroffenenrechte (Art. 28 Abs. 3 lit. e DSGVO)

(1) vdw unterstützt den Kunden mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen dabei, seiner Pflicht zur Beantwortung von Anträgen auf Wahrnehmung der Rechte der betroffenen Person nach Kapitel III der DSGVO nachzukommen, insbesondere Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch (Art. 21).

(2) Selbstbedienung — Zielzustand, derzeit keine Zusicherung. Die Unterstützung soll vorrangig über Funktionen der Anwendung erfolgen, die der Mandantenadministrator des Kunden selbst bedient:

FunktionAusgabeStand 07.08.2026
„Alle Daten zu Mitarbeiter X”PDF (lesbare Auskunft nach Art. 15) und JSON (maschinenlesbar nach Art. 20)○ geplant
Berichtigungdirekte Bearbeitung der Stammdaten mit Protokollierung◑ teilweise — Bearbeitung möglich, serverseitige Protokollierung ○ geplant
Löschung und Pseudonymisierungsiehe § 11 und das Löschkonzept (Dokument 15)○ geplant
EinschränkungStatuswechsel auf gesperrt mit Sperrvermerk◑ teilweise

○ Stand 07.08.2026 — Export-, Auskunfts- und Pseudonymisierungsfunktionen sind in ARCHITEKTUR.md §12.4 vorgesehen und noch nicht gebaut. Sie sind bis zu ihrer Fertigstellung nicht Gegenstand einer Zusicherung; § 6 Absatz 2 gilt entsprechend.

(2a) Unterstützung bis zur Fertigstellung dieser Funktionen. Solange die Funktionen nach Absatz 2 nicht zur Verfügung stehen, unterstützt vdw den Kunden bei Anträgen betroffener Personen manuell: durch Zusammenstellung der zu einer Person gespeicherten Daten, durch Berichtigung, Einschränkung oder Löschung auf Weisung des Kunden und durch Erstellung der erforderlichen Auszüge. Die Unterstützung erfolgt so rechtzeitig, dass der Kunde die Frist des Art. 12 Abs. 3 DSGVO einhalten kann, und ist insoweit unentgeltlich (§ 4 Absatz 6 letzter Satz).

(3) Anträge, die bei vdw eingehen. Wendet sich eine betroffene Person unmittelbar an vdw, leitet vdw den Antrag unverzüglich, spätestens innerhalb von drei Werktagen, an den Kunden weiter und beantwortet ihn nicht selbst. vdw teilt der betroffenen Person lediglich mit, dass die Weiterleitung erfolgt ist und wer Verantwortlicher ist.

(4) Aufwand. Unterstützungsleistungen, die über die Bereitstellung der Selbstbedienungsfunktionen hinausgehen, vergütet der Kunde nach § 4 Absatz 6, es sei denn, der Aufwand beruht auf einem Umstand, den vdw zu vertreten hat.

7.2 Unterstützung bei den Pflichten aus Art. 32 bis 36 DSGVO

vdw unterstützt den Kunden unter Berücksichtigung der Art der Verarbeitung und der vdw zur Verfügung stehenden Informationen bei der Einhaltung der Pflichten aus

NormUnterstützungsleistung von vdw
Art. 32 — Sicherheit der VerarbeitungBereitstellung von Anlage 2 in jeweils aktueller Fassung; Auskunft zu Sicherheitsmaßnahmen; Vorlage von Prüfberichten Dritter, soweit vorhanden
Art. 33 — Meldung von Verletzungen an die AufsichtsbehördeMeldung an den Kunden nach § 10; Bereitstellung aller Informationen nach Art. 33 Abs. 3 DSGVO, soweit vdw sie besitzt
Art. 34 — Benachrichtigung der betroffenen PersonenZusammenstellung der Betroffenenkreise und der betroffenen Datenarten; technische Unterstützung bei der Benachrichtigung
Art. 35 — Datenschutz-FolgenabschätzungBereitstellung der Systembeschreibung (Anlage 1 und 2), Beschreibung der Verarbeitungsvorgänge, Risikobetrachtung aus Sicht des Auftragsverarbeiters
Art. 36 — vorherige KonsultationZulieferung der Informationen, die der Kunde für die Konsultation benötigt

7.3 Mitbestimmung

vdw weist darauf hin, dass die Erfassung personenbezogener Zeitbuchungen und deren Auswertung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG der Mitbestimmung des Betriebsrats unterliegen kann.

Kein technischer Schalter im Auslieferungszustand. ○ Stand 07.08.2026 — ein Merkmalsschalter, der personenbezogene Auswertungen im Auslieferungszustand abschaltet und dessen Freischaltung protokolliert, ist in ARCHITEKTUR.md R-12 und in Anlage 2 Nr. 1.5.5 vorgesehen und noch nicht gebaut. vdw sichert einen solchen Auslieferungszustand daher nicht zu. vdw teilt dem Kunden auf Anfrage mit, welche personenbezogenen Auswertungen der jeweils eingesetzte Programmstand tatsächlich zulässt; diese Auskunft ist Grundlage der Beteiligung des Betriebsrats.

Der Kunde entscheidet als Verantwortlicher, wer personenbezogene Auswertungen vornehmen darf, und regelt dies erforderlichenfalls mit dem Betriebsrat. Sobald der Schalter zur Verfügung steht, gilt: Auswertungen erfolgen standardmäßig aggregiert, die Freischaltung ist eine Entscheidung des Kunden und wird protokolliert.


§ 8 Unterauftragsverarbeiter (Art. 28 Abs. 2 und 4 DSGVO)

(1) Allgemeine Genehmigung. Der Kunde erteilt vdw die allgemeine schriftliche Genehmigung, weitere Auftragsverarbeiter hinzuzuziehen (Art. 28 Abs. 2 Satz 2 DSGVO). Die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses eingesetzten Unterauftragsverarbeiter sind in Anlage 3 abschließend aufgeführt und mit der Annahme dieses Vertrags genehmigt.

(2) Keine Unterauftragsverarbeitung sind Nebenleistungen, die vdw bei Dritten als reine Nebenleistung in Anspruch nimmt und die nicht auf die Verarbeitung von Kundendaten gerichtet sind, insbesondere Telekommunikationsleistungen, Postdienste, Transport, Wartung von Hardware ohne Datenzugriff und Reinigung. vdw stellt auch für diese Leistungen den Schutz der Daten durch angemessene Maßnahmen sicher.

(3) Anforderungen an Unterauftragsverarbeiter. vdw schließt mit jedem Unterauftragsverarbeiter einen Vertrag, der ihm dieselben Datenschutzpflichten auferlegt, die vdw nach diesem Vertrag treffen, insbesondere hinreichende Garantien für geeignete technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 28 Abs. 4 DSGVO). vdw prüft die Eignung vor der Beauftragung und danach mindestens jährlich und dokumentiert die Prüfung.

(4) Ankündigung von Änderungen. vdw teilt dem Kunden jede beabsichtigte Änderung in Bezug auf die Hinzuziehung oder die Ersetzung eines Unterauftragsverarbeiters mindestens 30 Tage vor deren Wirksamwerden in Textform mit. Die Mitteilung nennt Name, Anschrift, Leistung, Ort der Verarbeitung und — bei einem Drittlandbezug — die Rechtsgrundlage der Übermittlung. Die jeweils gültige Liste ist zusätzlich in der Anwendung einsehbar.

(5) Widerspruchsrecht. Der Kunde kann einer Änderung innerhalb von 30 Tagen ab Zugang der Mitteilung aus einem sachlichen, datenschutzbezogenen Grund in Textform widersprechen. Der Widerspruch ist zu begründen. Die Parteien suchen zunächst eine einvernehmliche Lösung. Kommt binnen weiterer 30 Tage keine Einigung zustande, kann der Kunde den Hauptvertrag mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende außerordentlich kündigen; bereits gezahlte Entgelte werden zeitanteilig erstattet. Ein Widerspruch ohne sachlichen Grund oder ein nicht begründeter Widerspruch gilt als nicht erfolgt.

(6) Dringende Ersetzung. Muss ein Unterauftragsverarbeiter aus zwingendem Grund kurzfristig ersetzt werden (Ausfall, Insolvenz, Sicherheitsvorfall, Kündigung durch den Unterauftragsverarbeiter), darf vdw die Ersetzung ohne Einhaltung der Frist aus Absatz 4 vornehmen. vdw unterrichtet den Kunden unverzüglich; das Widerspruchsrecht nach Absatz 5 besteht dann nachträglich.

(7) Haftung. Kommt ein Unterauftragsverarbeiter seinen Datenschutzpflichten nicht nach, haftet vdw gegenüber dem Kunden für die Einhaltung der Pflichten dieses Unterauftragsverarbeiters (Art. 28 Abs. 4 Satz 2 DSGVO).

(8) Drittlandbezug. Eine Verarbeitung durch Unterauftragsverarbeiter außerhalb der EU beziehungsweise des EWR ist derzeit nicht vorgesehen. Sollte sie erforderlich werden, setzt sie einen Angemessenheitsbeschluss nach Art. 45 DSGVO oder geeignete Garantien nach Art. 46 DSGVO — insbesondere Standardvertragsklauseln nebst Übermittlungs-Folgenabschätzung — sowie die vorherige Mitteilung nach Absatz 4 voraus.


§ 9 Nachweis- und Kontrollrechte, Audits (Art. 28 Abs. 3 lit. h DSGVO)

(1) Nachweispflicht. vdw stellt dem Kunden alle Informationen zur Verfügung, die zum Nachweis der Einhaltung der in Art. 28 DSGVO niedergelegten Pflichten erforderlich sind.

(2) Nachweisstufen. Der Nachweis erfolgt vorrangig durch:

a) die jeweils aktuelle Fassung von Anlage 2 mit gekennzeichnetem Umsetzungsstand, b) Selbstauskunft von vdw auf einen schriftlichen Fragenkatalog des Kunden, zu beantworten binnen vier Wochen, c) Berichte anerkannter Dritter (Prüfberichte, Zertifikate, Berichte über Penetrationstests), soweit vorhanden, d) Nachweise über Zertifizierungen der Unterauftragsverarbeiter (insbesondere ISO/IEC 27001, C5-Testat des Hostinganbieters).

○ geplant, Stand 07.08.2026 — vdw selbst verfügt über keine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 oder vergleichbaren Normen und plant derzeit keine. Ein Penetrationstest mit Schwerpunkt Mandantenisolation und QR-Portal ist vor dem zweiten Produktivmandanten vorgesehen und noch nicht durchgeführt.

(3) Vor-Ort-Prüfung. Reichen die Nachweise nach Absatz 2 nicht aus, ist der Kunde berechtigt, Überprüfungen — einschließlich Inspektionen — selbst oder durch einen von ihm beauftragten Prüfer durchzuführen. Es gilt:

PunktRegelung
Häufigkeiteinmal je Kalenderjahr; darüber hinaus anlassbezogen bei einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten oder auf Anordnung einer Aufsichtsbehörde
Ankündigungmindestens vier Wochen in Textform, anlassbezogen unverzüglich
Zeitwährend der üblichen Geschäftszeiten
OrtGeschäftsräume der vdw GmbH; eine Prüfung in Rechenzentren der Unterauftragsverarbeiter richtet sich nach deren Prüfkonzepten
Prüferkein Wettbewerber von vdw; vorherige Verpflichtung zur Vertraulichkeit
Beeinträchtigungdie Prüfung darf den Geschäftsbetrieb nicht unangemessen beeinträchtigen; Einsicht in Daten anderer Kunden ist ausgeschlossen
Ergebnisder Kunde stellt vdw das Prüfergebnis zur Verfügung; vdw beseitigt festgestellte Mängel unverzüglich

(4) Kosten. Jede Partei trägt die ihr entstehenden Kosten selbst. Für Vor-Ort-Prüfungen ab der zweiten Prüfung innerhalb eines Kalenderjahres kann vdw den eigenen Aufwand mit 150,00 € netto je angefangener Stunde in Rechnung stellen; das gilt nicht, wenn die Prüfung durch einen von vdw zu vertretenden Umstand veranlasst ist oder wenn sie einen Mangel feststellt. Auskünfte, die Bereitstellung von Nachweisen und die erste Vor-Ort-Prüfung im Kalenderjahr sind stets unentgeltlich.

(5) Aufsichtsbehörden. vdw duldet Kontrollen der zuständigen Aufsichtsbehörden und wirkt daran mit. vdw unterrichtet den Kunden unverzüglich über aufsichtsbehördliche Maßnahmen, die die Verarbeitung im Auftrag des Kunden betreffen.

(6) Eigene Überprüfung. vdw überprüft die Wirksamkeit der technischen und organisatorischen Maßnahmen regelmäßig nach Anlage 2 Abschnitt 4 und dokumentiert das Ergebnis.


§ 10 Meldung von Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten

(1) Meldung an den Kunden. vdw meldet dem Kunden jede Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten (Art. 4 Nr. 12 DSGVO), die im Verantwortungsbereich von vdw oder eines Unterauftragsverarbeiters eintritt, unverzüglich nach Bekanntwerden, in der Regel binnen 24 Stunden, an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen am Sitz von vdw binnen 48 Stunden (Art. 33 Abs. 2 DSGVO).

Warum diese Fassung. Art. 33 Abs. 2 DSGVO verlangt die Meldung „unverzüglich” und nennt keine Frist. Die vdw GmbH unterhält keine Rufbereitschaft; eine starre Zusage von 24 Stunden wäre an einem Wochenende nicht sicher zu halten. Eine zugesagte und nicht gehaltene Frist ist schlechter als eine ehrlich längere. Die Regelfrist von 24 Stunden bleibt der Maßstab, an dem sich vdw messen lässt, und sichert dem Kunden den überwiegenden Teil seiner eigenen 72-Stunden-Frist. Richtet vdw eine Rufbereitschaft ein, wird die Wochenendregelung durch Änderung der Nebenversion nach § 2 Absatz 2 gestrichen.

(2) Inhalt der Meldung. Die Meldung erfolgt an den in Anlage 1 Abschnitt 8 benannten Ansprechpartner des Kunden per E-Mail und zusätzlich telefonisch und enthält, soweit bekannt:

a) eine Beschreibung der Art der Verletzung, soweit möglich mit Angabe der Kategorien und der ungefähren Zahl der betroffenen Personen und der betroffenen Datensätze, b) Zeitpunkt des Eintritts und der Entdeckung, c) Namen und Kontaktdaten der Auskunftsstelle bei vdw, d) eine Beschreibung der wahrscheinlichen Folgen, e) eine Beschreibung der ergriffenen und vorgeschlagenen Maßnahmen zur Behebung und zur Abmilderung möglicher nachteiliger Auswirkungen.

Sind nicht alle Angaben verfügbar, meldet vdw zunächst den bekannten Sachverhalt und ergänzt schrittweise, ohne dass sich die Erstmeldung verzögert.

(3) Keine eigene Meldung an die Aufsichtsbehörde. Die Meldung an die Aufsichtsbehörde nach Art. 33 Abs. 1 DSGVO und die Benachrichtigung der betroffenen Personen nach Art. 34 DSGVO obliegen ausschließlich dem Kunden als Verantwortlichem. vdw nimmt eine solche Meldung nicht vor und gibt keine Einschätzung darüber ab, ob eine Meldepflicht des Kunden besteht. Unberührt bleiben Meldepflichten von vdw für Verarbeitungen in eigener Verantwortlichkeit.

(4) Unterstützung. vdw unterstützt den Kunden bei Aufklärung, Bewertung, Eindämmung und Dokumentation. vdw ergreift unverzüglich die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen.

(5) Dokumentation. vdw dokumentiert alle Verletzungen einschließlich der damit verbundenen Fakten, ihrer Auswirkungen und der ergriffenen Abhilfemaßnahmen. Der Ablauf ist im Dokument 16_Meldeprozess-Datenschutzvorfall.md geregelt.

(6) Verdachtsfälle. vdw meldet auch begründete Verdachtsfälle, wenn eine Verletzung nicht ausgeschlossen werden kann. Ein Bruch der Mandantentrennung gilt stets als meldepflichtiger Vorfall.


§ 11 Löschung und Rückgabe nach Beendigung (Art. 28 Abs. 3 lit. g DSGVO)

(1) Wahlrecht des Kunden. Nach Abschluss der Erbringung der Verarbeitungsleistungen löscht vdw nach Wahl des Kunden alle personenbezogenen Daten oder gibt sie zurück und löscht vorhandene Kopien, sofern nicht nach dem Recht der Union oder der Mitgliedstaaten eine Verpflichtung zur Speicherung besteht.

(2) Karenzzeit und Export. Nach Beendigung des Hauptvertrags gilt:

Frist ab VertragsendeVorgang
Tag 0Der Mandant wird auf gekuendigt gesetzt; schreibende Zugriffe werden gesperrt, lesende Zugriffe und der Export bleiben möglich
Tag 0 bis 30Karenzzeit. Der Kunde exportiert seine Daten selbst über die Exportfunktion (strukturiertes, gängiges, maschinenlesbares Format sowie Dokumente im Original)
Tag 30Vollständige Löschung aller Daten des Mandanten einschließlich der Dokumente im Objektspeicher
Tag 30 + 5 Werktagevdw übermittelt dem Kunden ein Löschprotokoll mit Datum, Umfang und ausführender Stelle
Tag 30 bis 65Auslauf der Sicherungsstände nach Absatz 4

(3) Verlängerung. Auf schriftlichen Wunsch des Kunden verlängert vdw die Karenzzeit einmalig um bis zu 30 Tage. Für den Zeitraum der Verlängerung fällt das vertraglich vereinbarte Entgelt anteilig an.

(4) Sicherungen. Daten in Datensicherungen werden nicht gesondert gelöscht, sondern laufen mit dem Sicherungsstand aus. Der letzte Sicherungsstand, der Daten des Kunden enthält, verfällt spätestens 35 Tage nach der Löschung nach Absatz 2. Bis dahin bleiben die Daten in den Sicherungen gesperrt und werden ausschließlich zur Wiederherstellung im Notfall verwendet.

(5) Rückgabeformat. Die Rückgabe erfolgt als strukturierter Export (JSON und CSV) zuzüglich der hinterlegten Dokumente im Originalformat sowie der Prüfprotokolle als PDF. Ein Export in ein bestimmtes Fremdsystem schuldet vdw nicht.

(6) Gesetzliche Aufbewahrungspflichten von vdw. Soweit vdw selbst gesetzlichen Aufbewahrungspflichten unterliegt — insbesondere für Rechnungen und Buchungsbelege nach § 147 AO und § 257 HGB — bleiben die betreffenden Daten von der Löschung ausgenommen. Sie werden in der Verarbeitung eingeschränkt und ausschließlich zu Nachweiszwecken vorgehalten. Diese Daten verarbeitet vdw als eigener Verantwortlicher, nicht im Auftrag.

(7) Kein Zurückbehaltungsrecht. vdw übt an den Daten des Kunden kein Zurückbehaltungsrecht aus, auch nicht wegen offener Forderungen.


§ 12 Datenschutzbeauftragter und Ansprechpartner

(1) vdw. vdw hat keinen Datenschutzbeauftragten bestellt. Die vdw GmbH beschäftigt rund fünf Personen; eine Bestellpflicht nach § 38 Abs. 1 Satz 1 BDSG (in der Regel mindestens 20 mit der automatisierten Verarbeitung ständig beschäftigte Personen) besteht damit nicht. Eine freiwillige Bestellung ist zur Aufnahme des Serverbetriebs vorgesehen; sie wird dem Kunden nach § 2 Absatz 3 mitgeteilt.

(2) Kontakt für Datenschutzfragen bei vdw: Olaf von Deines, Geschäftsführer vdw GmbH, Fichtenstr. 49, 57368 Lennestadt Telefon 02723/719334 · datenschutz@v-d-w.de (einzurichten vor dem ersten Vertragsschluss; bis dahin info@v-d-w.de)

(3) Kunde. Der Kunde benennt in Anlage 1 Abschnitt 8 seinen Ansprechpartner und, sofern vorhanden, seinen Datenschutzbeauftragten. Änderungen teilt er vdw unverzüglich mit.


§ 13 Haftung

(1) Gesetzliche Haftung. Für die Haftung gegenüber betroffenen Personen gilt Art. 82 DSGVO. Die Parteien haften danach gesamtschuldnerisch, soweit sie für denselben Schaden verantwortlich sind. Im Innenverhältnis trägt jede Partei den Anteil, der ihrem Verantwortungsbeitrag entspricht (Art. 82 Abs. 5 DSGVO).

(2) Verantwortungsbereiche. Der Kunde ist verantwortlich für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, insbesondere für die Rechtsgrundlage, die Erforderlichkeit der eingegebenen Daten, die Information der betroffenen Personen, die Beteiligung des Betriebsrats und die Vergabe der Rollen und Rechte in der Anwendung. vdw ist verantwortlich für die Einhaltung dieses Vertrags, insbesondere für die Weisungsbindung, die Maßnahmen nach Anlage 2 und die Auswahl und Überwachung der Unterauftragsverarbeiter.

(3) Freistellung. Wird eine Partei von einer betroffenen Person oder einer Aufsichtsbehörde für einen Umstand in Anspruch genommen, den die andere Partei zu vertreten hat, stellt diese sie im Innenverhältnis frei. Die in Anspruch genommene Partei unterrichtet die andere unverzüglich und gibt ihr Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor sie einen Anspruch anerkennt oder befriedigt.

(4) Haftungsbegrenzung. Im Übrigen gelten die Haftungsregelungen des Hauptvertrags.


§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Schriftform. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Das gilt auch für die Aufhebung dieser Klausel. Unberührt bleibt das Verfahren nach § 2.

(2) Salvatorische Klausel. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrags unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die Parteien ersetzen die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame, die dem wirtschaftlichen und datenschutzrechtlichen Zweck am nächsten kommt.

(3) Anwendbares Recht. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(4) Gerichtsstand. Ausschließlicher Gerichtsstand ist Siegen, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(5) Anlagen. Bestandteil dieses Vertrags sind:

AnlageTitelDokument
1Verarbeitungsübersicht — Zwecke, Datenarten, betroffene Personen, Ort, Löschfristen11_Anlage-1-Verarbeitungsuebersicht.md
2Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO12_Anlage-2-TOM.md
3Unterauftragsverarbeiter13_Anlage-3-Unterauftragsverarbeiter.md

Unterschriften

Dieser Vertrag wird entweder elektronisch in der Anwendung angenommen (§ 2 Absatz 1) oder von beiden Parteien unterzeichnet. Bei elektronischer Annahme ersetzt der Nachweis aus mandant.avv_version, avv_akzeptiert_am und avv_akzeptiert_von die Unterschrift des Kunden.


Für den Verantwortlichen (Kunde)




Ort, Datum




Unterschrift

Name: ____________________________ Funktion: ____________________________


Für den Auftragsverarbeiter (vdw GmbH)




Lennestadt, Datum




Unterschrift

Name: Olaf von Deines Funktion: Geschäftsführer


Änderungsverzeichnis

VersionDatumÄnderungBearbeiter
1.115.08.2026Serverbetrieb aufgenommen: Supabase Pte. Ltd. als Unterauftragsverarbeiter in Anlage 3, Drittlandbezug ausgewiesen, Vorbemerkung auf den tatsächlichen Stand umgestelltvdw GmbH
1.0-Entwurf07.08.2026Ersterstellung als Arbeitsgrundlage für die anwaltliche Prüfungvdw GmbH

Änderungsprotokoll

DatumGeänderte AbschnitteBehobener Befund
07.08.2026Neuer, abgesetzter Kasten vor der Vorbemerkung: Empfehlung, statt dieses Vertrags die EU-Standardvertragsklauseln nach Durchführungsbeschluss (EU) 2021/915 zu verwenden, mit Zuordnung der Anhänge I bis III zu den Anlagen 1 bis 3 und Benennung der Regelungen, die als ergänzende Vereinbarung erhalten bleibenAbschnitt 5.2 des Prüfberichts, Maßnahme 6
07.08.2026Vertragsparteien — Kundenangaben von Platzhaltern auf Ausfüllfelder umgestellt; das Dokument ist damit ohne Kundendaten vollständigB-06 (analog Anlage 1)
07.08.2026§ 3 Absatz 3 — Präsensaussage zur Erfassung ohne Dokument entschärft; ausdrücklich klargestellt, dass eine technische Sperre nicht zugesichert wird, dazu Pflicht zur gegengezeichneten Belehrung des KundenB-02, B-05
07.08.2026§ 4 Absätze 3, 4 und 6 sowie § 12 — offene Platzhalter durch Festlegungen ersetzt (Weisungspostfach, weisungsempfangende Stelle, Zwei-Stunden-Schwelle, kein Datenschutzbeauftragter bestellt)redaktionell, Vollständigkeit ohne Kundendaten
07.08.2026§ 5 Absatz 1 und 3 — Zusicherung im Präsens („stellt sicher, dass … verpflichtet haben”) in eine zu erfüllende Pflicht mit Zeitpunkt umformuliert; fehlende Dokumentation ausdrücklich benanntB-02, B-15
07.08.2026§ 5 Absatz 5 — technische Merkmale des Support-Zugriffs aus der Zusage herausgelöst; neuer Absatz 6 kennzeichnet die technische Umsetzung als geplant und nicht zugesichertB-02
07.08.2026§ 6 — neuer Absatz 6: Freischaltung eines Mandanten nur mit gegengezeichneter Bestätigung beider Geschäftsführer über den Stand der kritischen MaßnahmenB-04
07.08.2026§ 7.1 Absatz 2 — Selbstbedienungsfunktionen als Zielzustand mit Umsetzungsstand gekennzeichnet; neuer Absatz 2a regelt die manuelle Unterstützung bis zu ihrer FertigstellungB-02
07.08.2026§ 7.3 — Zusage „personenbezogene Auswertungen im Auslieferungszustand abgeschaltet” gestrichen; Auskunftspflicht über den tatsächlichen Programmstand aufgenommenB-02
07.08.2026§ 10 Absatz 1 — 24-Stunden-Zusage ersetzt durch „unverzüglich, in der Regel binnen 24 Stunden, an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen binnen 48 Stunden”; Prüfpunkt entfernt und durch die Begründung ersetztB-07

08.08.2026 — Besetzung der offenen Entscheidungen

§EntscheidungBegründung
§ 8 Abs. 4Auskünfte, Nachweise und die erste Vor-Ort-Prüfung im Kalenderjahr bleiben unentgeltlich. Ab der zweiten Vor-Ort-Prüfung im Kalenderjahr kann vdw den eigenen Aufwand mit 150,00 € netto je angefangener Stunde berechnen — nicht jedoch, wenn vdw die Prüfung zu vertreten hat oder wenn sie einen Mangel feststelltArt. 28 Abs. 3 lit. h DSGVO verlangt, Überprüfungen zu ermöglichen und dazu beizutragen; eine Kostenregel darf das Recht nicht faktisch entwerten. Die erste Prüfung bleibt deshalb frei. Die Rückausnahme bei festgestelltem Mangel verhindert, dass der Kunde für die Aufdeckung eines Fehlers von vdw zahlt — genau daran scheitern solche Klauseln sonst
§ 14 Abs. 4Gerichtsstand Siegen, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen istSitz des Registergerichts der vdw GmbH; gleichlautend mit § 23 Abs. 4 der AGB, damit Hauptvertrag und Auftragsverarbeitungsvertrag nicht auseinanderlaufen

Anlage 1 — Verarbeitungsübersicht

Gegenstand, Art und Zweck der Verarbeitung · Datenarten · Kategorien betroffener Personen · Ort der Verarbeitung · Löschfristen Produkt: Instandio · Auftragsverarbeiter: vdw GmbH

Fassung: 1.1 · Stand 15.08.2026 · Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag


1. Gegenstand und Art der Verarbeitung

Gegenstand. Betrieb der Software Instandio als von der vdw GmbH bereitgestellte Anwendung (Software as a Service) für den Kunden. Instandio unterstützt den Kunden bei der Erfüllung seiner Betreiberpflichten für technische Arbeitsmittel und Anlagen: Prüffristenüberwachung, Dokumentation von Prüfungen, Mängeln und Maßnahmen, Wartungs- und Instandhaltungsaufträge, Schadensmeldungen aus dem Betrieb, Nachweis der Befähigung prüfender Personen und Nachweisführung gegenüber Berufsgenossenschaft und Behörden.

Verantwortung für die Prüffristen bleibt beim Kunden. Welche Prüfungen an welchen Arbeitsmitteln in welchem Abstand erforderlich sind, bestimmt der Kunde als Betreiber auf Grundlage seiner Gefährdungsbeurteilung und der für ihn geltenden Vorschriften. Die von Instandio angezeigten Fristen sind Vorschläge ohne Rechtsverbindlichkeit; sie ersetzen weder die eigene Festlegung noch die eigene Prüfung des Kunden und begründen keine Rechtssicherheit. vdw schuldet insoweit den Betrieb der Anwendung, nicht die Richtigkeit einer Fristenaussage im Einzelfall. Zweck der Verarbeitung ist entsprechend die Unterstützung der Betreiberpflichten des Kunden, nicht deren Übernahme.

Art der Verarbeitung. Erheben, Erfassen, Organisieren, Ordnen, Speichern, Anpassen, Verändern, Auslesen, Abfragen, Verwenden, Offenlegen durch Übermittlung innerhalb des Systems, Abgleichen, Verknüpfen, Einschränken, Löschen und Vernichten — jeweils automatisiert im Rahmen des Anwendungsbetriebs.

Verarbeitungsvorgänge im Einzelnen:

Nr.VorgangAuslöser
V1Anlegen und Pflegen von Nutzerkonten, Rollen und GeltungsbereichenMandantenadministrator des Kunden
V2Anlegen und Pflegen des MitarbeiterstammsPersonalstamm-Rolle des Kunden
V3Erfassen und Überwachen von Qualifikationsnachweisen und BefähigungenPersonalstamm-Rolle des Kunden, nächtliche Neubewertung
V4Durchführen und Dokumentieren von Prüfungen mit Prüferzuordnungprüfende Person des Kunden
V5Erfassen von Mängeln, Maßnahmen und Nachprüfungen mit BearbeiterzuordnungBeschäftigte des Kunden
V6Anlegen, Zuweisen und Rückmelden von AufträgenBeschäftigte des Kunden, Fremdfirmen
V7Erfassen von Zeitbuchungen und Materialverbrauch je AuftragBeschäftigte des Kunden, Fremdfirmen
V8Entgegennehmen von Schadens- und Störungsmeldungen über das QR-Portaljede Person, die ein Etikett scannt — auch anonym
V9Verwalten von Fremdfirmen und deren AnsprechpartnernBeschäftigte des Kunden
V10Erzeugen und Versenden von Benachrichtigungen und Eskalationennächtliche Läufe, Ereignisse
V11Erzeugen von Prüfprotokollen, Nachweismappen und Etiketten als PDFBeschäftigte des Kunden
V12Führen des Ereignisprotokolls (audit_event) — der Begriff „revisionssicher” wird für den derzeitigen Stand bewusst nicht verwendet, siehe Anlage 2 Abschnitt 2.2jede schreibende und ausgewählte lesende Aktion
V13Ablegen von Dokumenten und Fotos (Typenschilder, Handbücher, Mangelfotos, Nachweise)Beschäftigte des Kunden, Melder über das QR-Portal
V14Auskunft und Datenübertragbarkeit als SelbstbedienungsfunktionMandantenadministrator des Kunden
V15Support-Zugriff durch vdw nach Freischaltung durch den KundenKunde schaltet frei, vdw greift befristet zu
V16Datensicherung und Wiederherstellungautomatisiert

2. Zweck der Verarbeitung

ZweckFachlicher Hintergrund
Unterstützung des Kunden bei der Erfüllung seiner Betreiberpflichten — die Pflichten selbst und die Festlegung der Prüffristen verbleiben beim KundenBetriebssicherheitsverordnung, Arbeitsschutzgesetz, DGUV-Vorschriften, Technische Regeln für Betriebssicherheit
NachweisführungNachweis gegenüber Berufsgenossenschaft, Gewerbeaufsicht und im Haftungsfall, dass Prüfungen durchgeführt und Mängel abgestellt wurden
BefähigungsnachweisNachweis, dass Prüfungen durch befähigte Personen im Sinne der TRBS 1203 durchgeführt wurden
ArbeitsorganisationPlanung, Zuweisung und Rückmeldung von Instandhaltungs- und Prüfaufträgen
KostenrechnungZuordnung von Arbeitszeit und Material zu Anlagen und Aufträgen
Arbeitssicherheit im laufenden BetriebSperren von Arbeitsmitteln bei sicherheitskritischen Mängeln, Freigabeampel am QR-Portal
Informationssicherheit und NachvollziehbarkeitEreignisprotokoll, Missbrauchsabwehr am öffentlich erreichbaren QR-Portal
Vertragserfüllung durch vdwBereitstellung, Betrieb, Wartung und Support der Anwendung

Nicht Zweck der Verarbeitung sind: Leistungs- oder Verhaltenskontrolle von Beschäftigten, Profilbildung, Werbung, Weitergabe an Dritte zu deren Zwecken, Training von Modellen künstlicher Intelligenz mit Kundendaten.


3. Kategorien betroffener Personen

Kat.KategorieBeschreibungTypische Größenordnung je Kunde
B1Beschäftigte des KundenInstandhalter, Prüfer, Meister, Bereichs- und Werksleitung, Verwaltung, Lagerpersonal, Personalabteilung, IT-Verantwortliche20 bis 1.700
B2Beschäftigte des Kunden als MelderProduktionsmitarbeiter, die über das QR-Portal Schäden und Störungen melden — mit oder ohne Namensangabepotenziell die gesamte Belegschaft
B3Beschäftigte von FremdfirmenMonteure, Servicetechniker, Ansprechpartner beauftragter Unternehmen; Zugang über eigene Anmeldeklasse fremdfirma_extern5 bis 100
B4Externe Prüfer und SachverständigeFachkräfte für Arbeitssicherheit, Sachverständige von TÜV, DEKRA und anderen; erscheinen als Prüfer in Protokollen oder als Aussteller von Nachweisen5 bis 30
B5Auditoren und PrüfstellenBerufsgenossenschaft, Gewerbeaufsicht, Wirtschaftsprüfer, interne Revision — lesender Zugang über die Rolle auditor0 bis 10
B6Melder über das QR-Portal ohne BeschäftigtenverhältnisBesucher, Leiharbeitnehmer, Lieferantenpersonal auf dem Werksgeländeunbestimmt
B7Ansprechpartner bei LieferantenKontaktdaten in der Materialwirtschaft und im Bestellwesen5 bis 50
B8Mandantenadministratoren und VertragsansprechpartnerPersonen beim Kunden, die den Vertrag annehmen, Nutzer verwalten und Weisungen erteilen1 bis 5

4. Arten der verarbeiteten personenbezogenen Daten

4.1 Stammdaten

DatenartFelderBetroffeneRechtsgrundlage beim Kunden (typisch)
NutzerkontoAnzeigename, E-Mail, Telefon (optional), Anmeldeart, Entra-Objektkennung und UPN bei SSO, Status, letzter Anmeldezeitpunkt, bevorzugte SpracheB1, B3, B5, B8Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO
MitarbeiterstammVorname, Nachname, Personalnummer, Abteilung, Standort, Kostenstelle, Eintritts- und Austrittsdatum, E-Mail und Telefon (optional)B1Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. c DSGVO
OrganisationsbezugRollenzuweisungen mit Geltungsbereich und Gültigkeitszeitraum, Vorgesetztenbeziehung, VertretungsregelungB1Art. 6 Abs. 1 lit. b und f DSGVO
Fremdfirmen-AnsprechpartnerAnrede, Vorname, Nachname, Funktion, Telefon, Mobil, E-Mail, ZuständigkeitB3Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO
Lieferanten-AnsprechpartnerName, Funktion, geschäftliche KontaktdatenB7Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO

Rechtsgrundlage im Beschäftigungsverhältnis. Diese Anlage nennt § 26 Abs. 1 BDSG nicht als Rechtsgrundlage. Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 30.03.2023 (C-34/21) eine wortgleiche Landesnorm als nicht von der Öffnungsklausel des Art. 88 DSGVO gedeckt angesehen; die Bewertung wird auf § 26 Abs. 1 Satz 1 BDSG übertragen. Die Verarbeitungen werden von Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. c DSGVO ohnehin getragen. Besteht beim Kunden eine Betriebsvereinbarung, ist Art. 88 DSGVO die stärkere Grundlage. Die endgültige Zuordnung der Rechtsgrundlagen trifft der Kunde als Verantwortlicher.

Datensparsamkeit als Architekturentscheidung. Instandio erhebt kein Geburtsdatum, keine Privatanschrift, keine Bankverbindung, keine Personalakte und keine Lichtbilder von Beschäftigten. Was für Prüfnachweis, Zuweisung oder Kostenrechnung nicht gebraucht wird, wird nicht erhoben.

4.2 Qualifikations- und Befähigungsdaten

DatenartFelderBetroffene
QualifikationsnachweisBezeichnung der Qualifikation, Kategorie, Aussteller (z. B. TÜV, DEKRA, Berufsgenossenschaft, IHK), Ausstellungsdatum, Gültigkeitsdatum, Urkundennummer, Status, erfassende Person und ZeitpunktB1, B3, B4
Nachweisdokumenteingescannte Schulungsbescheinigung, Sachkundenachweis, Bestellungsurkunde als DateiB1, B3, B4
Befähigungs-SchnappschussZustand der Befähigung zum Zeitpunkt einer Prüfung, mitgeschrieben im PrüfprotokollB1, B4
UnterbesetzungsdatenZuordnung von Personen zu Tätigkeiten, Ablaufdaten, Prognose der Unterschreitung einer MindestbesetzungB1

4.3 Vorgangs- und Tätigkeitsdaten

DatenartFelder mit PersonenbezugBetroffene
Prüfungprüfende Person (Kennung, Anzeigename als Schnappschuss), Prüfdatum, Ergebnis, Befähigungsstand zum Prüfzeitpunkt, FreitextbemerkungenB1, B4
Mangel und Maßnahmeerfassende Person, bewertende Person, zugewiesene Person, erledigende Person, verifizierende Person, jeweils mit Zeitstempel; Freigabe- und AblehnungsbegründungenB1, B3
Auftraganlegende, zuweisende, ausführende, abnehmende Person; zugewiesene Fremdfirma und Ansprechpartner; Übersteuerungsbegründung bei fehlender BefähigungB1, B3
ZeitbuchungPerson oder Fremdfirma, Datum, Dauer in Minuten, Leistungsart, Tätigkeitsbeschreibung, Zuschlagsart, erfassende PersonB1, B3
Stundensatzinterner Stundensatz je Person oder Gruppe, historisiertB1
Arbeitsschrittergebniserledigende Person, Zeitpunkt, Messwert, Bemerkung, FotoB1, B3
Pflichtenübertragungübertragende und empfangende Person, Umfang, Befugnis, Mittel, Gegenzeichnung (§ 13 Abs. 2 ArbSchG)B1
Gefährdungsbeurteilungerstellende, freigebende und prüfende Person; Aushangnachweis der BetriebsanweisungB1

Zeitbuchungen sind mitbestimmungsrelevant. Personenbezogene Zeitbuchungen und deren Auswertung können nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG der Mitbestimmung unterliegen. Vorgesehen ist ein Merkmalsschalter, der die personenbezogene Auswertung im Auslieferungszustand abschaltet. ○ Stand 07.08.2026 — nicht gebaut; ein solcher Auslieferungszustand wird daher nicht zugesichert (siehe § 7.3 des Vertrags). Welche personenbezogenen Auswertungen der eingesetzte Programmstand tatsächlich zulässt, teilt vdw dem Kunden auf Anfrage mit.

4.4 Meldedaten aus dem QR-Portal

DatenartFelderBetroffene
SchadensmeldungBeschreibung, Schweregrad, bis zu drei Fotos, Meldezeitpunkt, KanalB2, B6
Melderangaben, freiwilligfreier Name, freier Kontakt (E-Mail oder Telefon) — optional, anonyme Meldung ist möglich und der RegelfallB2, B6
StörungsmeldungBeschreibung, Auswirkung, Foto, MeldezeitpunktB2, B6
Technische Missbrauchsabwehrgesalzener Hashwert der IP-Adresse (ip_hash), Portalsitzungskennung, Klasse des NutzeragentenB2, B6
Bearbeitungbearbeitende Person, Zeitpunkt, AblehnungsgrundB1

Anonymität ist die Voreinstellung. Das Portal verlangt keine Anmeldung und keine Namensangabe. Der Personenbezug entsteht nur, wenn der Melder ihn selbst herstellt. Der ip_hash dient ausschließlich der Missbrauchsabwehr, soll gesalzen gebildet und nach sieben Tagen gelöscht werden. ○ Stand 07.08.2026 — Anlage 2 Nr. 1.5.3 geplant; ein Portaldienst existiert nicht.

Was das Portal auf der Voreinstellungsstufe nicht zeigt: keine Personennamen (weder Prüfer noch Verantwortlicher), keine Mängeldetails, keine Historie, keine Kosten, keine Dokumente. Auf keiner Sichtbarkeitsstufe sollen Mitarbeiterstamm, Qualifikationen, Zeitbuchungen, Stundensätze und Kostendaten erreichbar sein. Die technische Absicherung dieser Trennung durch einen eigenen Portaldienst mit eingeschränkter Leseberechtigung ist in Anlage 2 Nr. 1.3.8 als kritisch gekennzeichnet und trägt den Stand ○ geplant; sie ist bis dahin keine Zusicherung (§ 6 Absatz 2 des Vertrags).

4.5 Dokumente und Bilddaten

DatenartPersonenbezugBetroffene
Mangel- und Erledigungsfotoskönnen Personen abbilden, wenn sie beim Fotografieren im Bild sind; Standortdaten in den BildmetadatenB1, B2, B3, B6
Prüfprotokolle als PDFName der prüfenden Person, Befähigungsangaben, UnterschriftsblockB1, B4
Qualifikationsnachweise als ScanName, Urkundennummer, AusstellerB1, B3, B4
Handbücher, Schaltpläne, Betriebsanweisungenin der Regel kein Personenbezug; ausgehängte Betriebsanweisungen tragen den freigebenden NamenB1
Belege zu ZeitbuchungenName, ggf. StundensatzB1, B3

EXIF-Entfernung. Vorgesehen ist, die Metadaten von Bildern beim Hochladen serverseitig zu entfernen. GPS-Koordinaten in Werksfotos sind zugleich ein Datenschutz- und ein Betriebsgeheimnisproblem. ○ geplant, Stand 07.08.2026 — in der Anwendung 1.1 werden Bilder über die Canvas-Schnittstelle des Browsers verkleinert; dabei gehen Metadaten technisch bedingt verloren. Eine gezielte, geprüfte EXIF-Entfernung als Sicherheitsmaßnahme existiert nicht.

4.6 Protokoll- und Systemdaten

DatenartFelderAufbewahrung
Ereignisprotokoll audit_eventZeitstempel, handelnde Person (Kennung, UPN, Anzeigename als Schnappschuss), Entität, Aktion, geändertes Feld mit altem und neuem Wert, Quelle (Web, Teams, QR-Portal, API, Offline-Abgleich, System, Support), Korrelationskennung, ip_hash10 Jahre; ip_hash 7 Tage
AnmeldeprotokollAnmeldezeitpunkt, Kennung, QuelleTeil des Ereignisprotokolls
BenachrichtigungsprotokollEmpfänger, Kanal, Status, Fehlergrund, Zustellversuche12 Monate
Anwendungsprotokolle und Fehlermeldungentechnische Kennungen, keine Fachdaten im Klartext31 Tage
SynchronisationsprotokollGerätekennung, Idempotenzschlüssel, Zeitstempel, Ergebnis je Vorgang90 Tage

Fehlerprotokolle enthalten keine Fachdaten, sondern ausschließlich Kennungen. Ein Stapelverfolgungsprotokoll mit Klartextinhalten aus einem Prüfprotokoll wäre bereits eine Verarbeitung außerhalb des Zwecks.

4.7 Vertrags- und Abrechnungsdaten — keine Auftragsverarbeitung

Daten zur Vertragsabwicklung zwischen vdw und dem Kunden (Firmierung, Anschrift, USt-ID, Ansprechpartner, Rechnungs- und Zahlungsdaten, SEPA-Mandat) verarbeitet vdw als eigener Verantwortlicher nach Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. c DSGVO. Sie sind nicht Gegenstand dieses Auftragsverarbeitungsvertrags, sondern des Verzeichnisses nach Art. 30 Abs. 1 DSGVO (Dokument 14). Die Trennung ist bewusst und wichtig: der Zahlungsdienstleister Mollie ist damit kein Unterauftragsverarbeiter dieses Vertrags.


5. Ort der Verarbeitung

5.1 Zielzustand nach Fertigstellung des Serverbetriebs

Diese Übersicht beschreibt den Zielzustand. Sie wird erst mit dem Abschluss der jeweiligen Verträge verbindlich; bis dahin ist keine der genannten Angaben eine Zusicherung. Maßgeblich ist Anlage 3, in der derzeit kein Unterauftragsverarbeiter geführt wird.

VerarbeitungOrt im ZielzustandAnbieterStand
Anwendung, Datenbank, Objektspeicher, ProtokolleDeutschlandoffen — Hostingentscheidung nicht getroffen (Anlage 3, Aufgabe A1)nicht beauftragt
Datensicherungdieselbe Region, getrennter Speicherbereichwie obennicht beauftragt
E-Mail-VersandEUoffen — Auswahl nicht getroffen (Anlage 3, Aufgabe A4)nicht beauftragt
Virenscan hochgeladener DateienEUoffen — Auswahl nicht getroffen (Anlage 3, Aufgabe A5)nicht beauftragt
Fehlermeldungen und BetriebsüberwachungEUoffen — Auswahl nicht getroffen (Anlage 3, Aufgabe A6)nicht beauftragt

Vorgabe für jede dieser Entscheidungen: keine Verarbeitung außerhalb der EU beziehungsweise des EWR. Eine Drittlandübermittlung ist nicht vorgesehen; siehe § 3 Absatz 5 und § 8 Absatz 8 des Vertrags. Vor Vertragsschluss mit einem Kunden sind die Zeilen dieser Tabelle mit dem tatsächlich beauftragten Anbieter, dessen vollständiger Firmierung und dem vertraglich zugesicherten Verarbeitungsort zu füllen; ohne diese Angaben ist die Anforderung des Art. 28 Abs. 3 lit. a DSGVO an die Bestimmung des Verarbeitungsorts nicht erfüllt.

5.2 Tatsächlicher Stand am 07.08.2026 — ehrliche Angabe

UmgebungOrtBewertung
Produktivbetriebexistiert nichtInstandio 1.1 ist eine reine Browseranwendung; alle Daten liegen im lokalen Speicher des Endgeräts des Kunden. vdw verarbeitet derzeit keine Kundendaten
Entwicklung, Test und Abnahme (geplant)Hostinger-Bestandsserver (SSH-Kennung hostinger-vdw), Ubuntu 24.04 LTS, PostgreSQL 16Rechenzentrumsstandort nicht verifiziert. Hostinger bietet Deutschland an; ob dieser Server dort steht, wurde nicht geprüft — offener Prüfpunkt. Auf derselben Maschine läuft ein fremdes Produktivsystem der vdw GmbH (KDP-Factory-Pipeline). Für Kundendaten ist dieser Server nicht geeignet und darf sie nicht enthalten

6. Löschfristen je Datenart

Die Fristen sind je Mandant konfigurierbar; die Tabelle nennt die fachlich begründete Voreinstellung. Der Kunde entscheidet als Verantwortlicher über die für ihn geltenden Fristen. Einzelheiten zu Auslöser, Zuständigkeit und technischer Umsetzung stehen im Löschkonzept (Dokument 15).

Nr.DatenartVoreinstellungLöschauslöserBegründung
L1Prüfungen, Prüfprotokolle, Mängel, Maßnahmen10 Jahre nach Abschluss, mindestens bis zur Aussonderung des Objekts zuzüglich 3 JahreAblauf der Frist nach Abschluss beziehungsweise AussonderungNachweisführung gegenüber Berufsgenossenschaft und Behörde, Verjährungsfristen
L2Aufträge, Zeitbuchungen, Materialverbrauch10 JahreAblauf der Frist nach Abschlusshandels- und steuerrechtlich relevant, weil kostenwirksam
L3Qualifikationsnachweise (Daten und Scans)bis Austritt zuzüglich 3 JahreEintrag des Austrittsdatums beim MitarbeiterNachweis der Befähigung für den Zeitraum der Tätigkeit
L4Nachweisdokumente und Scanswie der zugehörige NachweisLöschung des BezugsdatensatzesGleichlauf mit dem Hauptdatensatz
L5Schadens- und Störungsmeldungen mit Melderbezug3 JahreAblauf der Frist ab MeldungUnfallnachbereitung
L6ip_hash, Portalsitzungen, Nutzeragentklasse7 Tagetäglicher Laufreine Missbrauchsabwehr
L7Ereignisprotokoll audit_event10 JahreAblauf der Frist ab EreigniszeitpunktNachweiskette
L8NutzerkontenDeaktivierung bei Austritt, Löschung nach 12 Monaten; der Anzeigename bleibt als Schnappschuss in bereits erzeugten Nachweisen erhaltenStatuswechsel und FristablaufNachweise müssen lesbar bleiben, das Konto muss es nicht
L9Mitarbeiterstamm ohne Nachweisbezugmit dem letzten BezugsdatensatzLöschung aller BezügeDatensparsamkeit
L10Anwendungsprotokolle, Fehlermeldungen31 Tageautomatische RotationStörungsanalyse
L11Benachrichtigungsprotokoll12 MonateFristablaufNachweis der Zustellung von Fristenalarmen über einen vollständigen Jahreszyklus der Prüffristen
L12Synchronisationsprotokoll90 TageFristablaufKonfliktanalyse bei Offline-Erfassung
L13Support-Protokolle zu vdw_support-Zugriffen10 Jahre, als Teil des EreignisprotokollsFristablaufNachweis gegenüber dem Kunden
L14Gesamter Mandantenbestand nach Kündigung30 Tage Karenz mit Exportmöglichkeit, danach vollständige Löschung einschließlich Dokumenten, mit Löschprotokoll an den KundenVertragsende§ 11 des Vertrags
L15DatensicherungenAuslauf mit dem Sicherungsstand, spätestens 35 Tage nach der LöschungAblauf des SicherungszeitraumsWiederherstellbarkeit im Notfall

7. Empfänger und Offenlegung

EmpfängerUmfangGrundlage
Beschäftigte des Kunden nach Rolle und Geltungsbereichnach RechtekatalogWeisung des Kunden über die Rollenvergabe
Fremdfirmen über die Anmeldeklasse fremdfirma_externausschließlich eigene Aufträge und deren Objekte; keine Stammdaten, keine fremden Kosten, keine anderen ObjekteWeisung des Kunden
Auditoren über die Rolle auditorlesend, keine Änderung, ExporteWeisung des Kunden
Öffentlichkeit über das QR-Portalausschließlich der auf der eingestellten Sichtbarkeitsstufe freigegebene Umfang; keine Personennamen auf der VoreinstellungsstufeEinstellung des Kunden
Beschäftigte der vdw GmbH mit der Rolle vdw_supportbefristet, nach Freischaltung durch den Kunden, vollständig protokolliert§ 5 Absatz 5 des Vertrags
Unterauftragsverarbeitersiehe Anlage 3§ 8 des Vertrags

Keine Übermittlung an Dritte zu deren eigenen Zwecken, keine Veräußerung, keine Werbenutzung, keine Nutzung zum Training von Modellen künstlicher Intelligenz.


8. Ansprechpartner und Weisungsberechtigte

8.1 Beim Kunden (Verantwortlicher)

Vom Kunden auszufüllen. Die Angaben sind Voraussetzung für die Meldung nach § 10 des Vertrags und für die Entgegennahme von Weisungen; ohne sie kann der Vertrag nicht durchgeführt werden. Der Kunde hält die Angaben aktuell und teilt Änderungen unverzüglich mit.

FunktionNameE-MailTelefon
Weisungsberechtigt
Weisungsberechtigt (Vertretung)
Datenschutzbeauftragter, sofern bestellt
Empfänger von Meldungen nach § 10 des Vertrags
Mandantenadministrator in der Anwendung

8.2 Bei der vdw GmbH (Auftragsverarbeiter)

FunktionNameKontakt
Weisungsempfang, DatenschutzfragenOlaf von Deines, Geschäftsführer02723/719334 · datenschutz@v-d-w.de
VertretungDorian Wolf, Geschäftsführer02723/719334 · info@v-d-w.de
Datenschutzbeauftragternicht bestellt — eine Bestellpflicht besteht nach § 38 Abs. 1 Satz 1 BDSG bei rund fünf Beschäftigten nicht; siehe § 12 des Vertrags—
Meldung von Sicherheitsvorfällensiehe Dokument 16, Eskalationskette—

Aufgabe vor dem ersten Vertragsschluss: Das Postfach datenschutz@v-d-w.de ist einzurichten und einer der beiden Geschäftsführer als Empfänger zu hinterlegen. Bis dahin gilt info@v-d-w.de. Eine im Vertrag genannte, aber nicht erreichbare Adresse ist ein Mangel der Weisungskette.


Änderungsverzeichnis

VersionDatumÄnderungBearbeiter
1.115.08.2026Serverbetrieb aufgenommen: Supabase Pte. Ltd. als Unterauftragsverarbeiter in Anlage 3, Drittlandbezug ausgewiesen, Vorbemerkung auf den tatsächlichen Stand umgestelltvdw GmbH
1.0-Entwurf07.08.2026Ersterstellungvdw GmbH

Änderungsprotokoll

DatumGeänderte AbschnitteBehobener Befund
07.08.2026Abschnitt 1 und 2 — Leitentscheidung der Geschäftsführung aufgenommen: Prüffristen der Software sind Vorschläge ohne Rechtsverbindlichkeit, die Festlegung obliegt dem Kunden als Betreiber; Zweckbeschreibung von „Erfüllung” auf „Unterstützung bei der Erfüllung” der Betreiberpflichten umgestelltLeitentscheidung Geschäftsführung
07.08.2026Abschnitt 1 — V12: Begriff „revisionssicher” aus der Beschreibung des Ereignisprotokolls entferntAnlage 2 Abschnitt 2.2 (Grenze des Ereignisprotokolls)
07.08.2026Abschnitt 4.1 — § 26 Abs. 1 BDSG als Rechtsgrundlage gestrichen, Begründung ergänztB-11
07.08.2026Abschnitt 4.3, 4.4, 4.5 — Aussagen zur Abschaltung personenbezogener Auswertungen, zur Abschottung des QR-Portals und zur EXIF-Entfernung vom Präsens auf den tatsächlichen Umsetzungsstand umgestelltB-01, B-02
07.08.2026Abschnitt 4.6 und 6 — offene Fristen L11 und L12 entschieden (12 Monate, 90 Tage); keine Platzhalter mehr in den LöschfristenAuflage zu Dokument 11 (Ampeltabelle)
07.08.2026Abschnitt 5.1 — Anbieterspalte auf „offen, nicht beauftragt” umgestellt; kein Anbietername mehr als Zielzustand ausgewiesen; Pflicht zur Füllung vor Vertragsschluss benanntB-06
07.08.2026Abschnitt 8.1 — Kundenangaben von Platzhaltern auf Ausfüllfelder umgestellt; 8.2 — Datenschutzbeauftragter und Kontaktadresse festgelegt, Einrichtung des Postfachs als Aufgabe benanntAuflage: Dokument ohne Kundendaten vollständig

Anlage 2 — Technische und organisatorische Maßnahmen

nach Artikel 32 DSGVO · Produkt: Instandio · Auftragsverarbeiter: vdw GmbH

Fassung: 1.1 · Stand 15.08.2026 · Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag


0. Wie diese Anlage zu lesen ist — der wichtigste Abschnitt

Diese Anlage beschreibt zwei Dinge gleichzeitig: die geplanten Maßnahmen und ihren tatsächlichen Umsetzungsstand. Beides wird bewusst nicht vermischt, weil ein Auftragsverarbeitungsvertrag, der nicht vorhandene Maßnahmen zusichert, eine falsche Zusicherung gegenüber dem Kunden ist.

0.1 Ausgangslage am 07.08.2026

Instandio ist in der Fassung 1.1 eine reine Browseranwendung: React, TypeScript, als installierbare Webanwendung gebaut, 637 Tests. Sämtliche Daten liegen im lokalen Speicher (localStorage) des jeweiligen Endgeräts. Es gibt

  • keinen Server der vdw GmbH, auf dem Kundendaten liegen,
  • keine Datenbank, keine Mandantentrennung, keine zeilenbasierte Zugriffskontrolle,
  • keine Anmeldung — die Personenauswahl in der Kopfleiste steuert, was die Oberfläche anbietet und wer im Protokoll als Handelnder steht; sie schützt nichts,
  • keine serverseitige Verschlüsselung, keine Datensicherung durch vdw, keine Protokollierung bei vdw.

Daraus folgt: Nahezu jede Maßnahme dieser Anlage trägt den Stand ○ geplant. Das ist keine Nachlässigkeit der Dokumentation, sondern der ehrliche Befund. Die Maßnahmen entstehen mit dem Serverbetrieb (Fundament F1 der Roadmap).

0.2 Kennzeichnung

ZeichenBedeutung
✔ umgesetztDie Maßnahme ist gebaut, in Betrieb und überprüft. Nur solche Maßnahmen sind Gegenstand einer Zusicherung
◑ teilweiseDie Maßnahme besteht in Teilen; der fehlende Teil ist benannt
○ geplantDie Maßnahme ist konzipiert, aber nicht vorhanden. Sie ist keine Zusicherung
kritischMaßnahme, die nach § 6 Absatz 5 des Vertrags vor Aufnahme des Produktivbetriebs den Stand ✔ tragen muss

Alle Angaben beziehen sich auf den Stand 07.08.2026. Vor jeder Übergabe an einen Kunden ist der Stand neu zu erheben und das Datum in der Kopfzeile fortzuschreiben.

0.2.1 Diese Anlage ist der Prüfmaßstab für alle übrigen Dokumente

Keine Aussage in einem anderen Dokument darf eine technische Maßnahme im Präsens behaupten, die hier nicht den Stand ✔ umgesetzt trägt. Das gilt für den Vertragstext selbst, für Anlage 1, für die Datenschutzhinweise zur Anwendung (Dokument 22), für die Leistungsbeschreibung, für Angebote und für die Webseite. Betroffen sind insbesondere die Dokumente, die der Kunde in eigenem Namen weitergibt — er haftet dann für eine Aussage, deren Quelle wir sind.

Die Prüfung ist mechanisch: Aussage suchen, zugehörige Nummer in dieser Anlage nachschlagen, Stand vergleichen. Sie ist vor jeder Übergabe an einen Kunden zu wiederholen. Umgekehrt gilt: Sobald eine Maßnahme hier auf ✔ wechselt, sind die abhängigen Textstellen auf die technische Formulierung zurückzustellen — sonst verschenkt man eine erarbeitete Zusage.

Die Freizeichnung in § 6 Absatz 2 des Vertrags wirkt nur für die Maßnahmen dieser Anlage und nur im Verhältnis zum Kunden. Sie erfasst weder Zusagen im Vertragstext außerhalb dieser Anlage noch Angaben in Dokument 22 gegenüber Beschäftigten des Kunden — und sie entlastet gegenüber der Aufsichtsbehörde nicht, weil Art. 32 DSGVO die vdw GmbH unmittelbar kraft Gesetzes trifft.

0.3 Zusammenfassung des Stands

Bereich✔◑○
1. Vertraulichkeit1314
2. Integrität028
3. Verfügbarkeit und Belastbarkeit018
4. Verfahren zur Überprüfung129

1. Vertraulichkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO)

1.1 Zutrittskontrolle — kein unbefugter Zutritt zu Datenverarbeitungsanlagen

Nr.MaßnahmeStand
1.1.1Die Verarbeitung findet ausschließlich in Rechenzentren des Hostinganbieters statt. Der physische Zutrittsschutz obliegt dem Unterauftragsverarbeiter und ist über dessen Zertifizierung nachzuweisen (siehe Anlage 3)○ geplant kritisch
1.1.2vdw selbst betreibt keine eigenen Server mit Kundendaten in eigenen Räumen✔ umgesetzt
1.1.3Geschäftsräume der vdw GmbH, Fichtenstr. 49, Lennestadt: abschließbar, Schlüsselverwaltung mit dokumentierter Ausgabe, Besucher nur in Begleitung◑ teilweise — Räume abschließbar; ein dokumentiertes Schlüsselverzeichnis und eine Besucherregelung liegen nicht vor
1.1.4Arbeitsplatzrechner mit Kundendatenzugriff werden bei Verlassen des Arbeitsplatzes gesperrt (automatische Bildschirmsperre nach höchstens 10 Minuten)○ geplant — als Richtlinie festzulegen und technisch zu erzwingen
1.1.5Mobile Arbeit: Zugriff auf Verwaltungsoberflächen ausschließlich über verschlüsselte Verbindung und mit Zwei-Faktor-Authentisierung; keine lokale Ablage von Kundendaten auf Endgeräten○ geplant

1.2 Zugangskontrolle — kein unbefugter Zugang zu Systemen

Nr.MaßnahmeStand
1.2.1Anmeldung über Microsoft Entra ID (Single Sign-on) für Beschäftigte des Kunden; die Authentisierung erfolgt im Identitätsverzeichnis des Kunden, vdw speichert keine Kennwörter dieser Nutzer○ geplant kritisch
1.2.2Eigene Anmeldung für Fremdfirmen (fremdfirma_extern) mit Kennwortrichtlinie, Speicherung ausschließlich als Argon2-Hash, Sperre nach mehrfacher Fehleingabe○ geplant kritisch
1.2.3Werks-PIN je Standort für die QR-Portalstufe 2, gespeichert als Argon2-Hash, rotierbar, Sperre nach 10 Fehlversuchen je IP-Adresse○ geplant
1.2.4Drei getrennte Tokenklassen (Nutzertoken, Portaltoken, Dienstetoken) mit jeweils eigenem Geltungsbereich; ein Portaltoken erreicht keine Route außerhalb seines Objekts und seiner Sichtbarkeitsstufe○ geplant kritisch
1.2.5QR-Portaltoken: 128 Bit Zufall, base62-kodiert, nicht aus Inventarnummer oder Kennung ableitbar, je Objekt und mandantenweit widerrufbar und rotierbar◑ teilweise — das Etikettenverfahren ist in der Anwendung gebaut, ein Portaldienst mit Tokenprüfung existiert nicht
1.2.6Zwei-Faktor-Authentisierung für alle administrativen Zugänge von vdw (Hostingkonsole, Datenbank, Geheimnisspeicher, Quellcodeverwaltung)○ geplant kritisch
1.2.7Keine Zugangsdaten im Quellcode, in Dokumentation oder in Umgebungsvariablen der Verwaltungsoberfläche. Geheimnisse ausschließlich im Geheimnisspeicher, Zugriff über verwaltete Identität ohne hinterlegtes Kennwort◑ teilweise — die Regel gilt im Arbeitsbereich der vdw GmbH und wird eingehalten; ein Geheimnisspeicher für Instandio existiert nicht, weil es keinen Serverbetrieb gibt
1.2.8Schlüsselrotation für Dienstetoken und Zahlungsschlüssel nach festem Turnus○ geplant
1.2.9Sperrung von Konten bei Austritt beziehungsweise Ende der Berechtigung; automatische Deaktivierung nach Inaktivität○ geplant
1.2.10Kein Zahlungsdienst-Schlüssel im Browser. Der Schlüssel des Zahlungsdienstleisters bleibt ausschließlich serverseitig○ geplant — es gibt keine Zahlungsanbindung; die Regel ist als Bauvorgabe festgehalten

1.3 Zugriffskontrolle — Berechtigte greifen nur auf das zu, wofür sie berechtigt sind

Nr.MaßnahmeStand
1.3.1Rollen- und Rechtekonzept mit Rechten der Form <ressource>.<aktion>, Rollen als benannte Mengen von Rechten und Zuweisungen mit Geltungsbereich (Mandant, Standort, Bereich) und Gültigkeitszeitraum◑ teilweise — ein Rollenmodell mit Vertretungs- und Eskalationslogik ist in der Anwendung gebaut und getestet; es steuert die Oberfläche, erzwingt aber nichts, weil kein Server prüft
1.3.2Durchsetzung in drei Schichten: die Oberfläche blendet aus (Bequemlichkeit), die Schnittstelle prüft jedes Recht und jeden Geltungsbereich hart vor jeder Änderung (Sicherheit), die Datenbank erzwingt die Trennung (letzte Verteidigungslinie)○ geplant kritisch
1.3.3Trennung der Personaldaten: die Rolle personalstamm hat Zugriff ausschließlich auf Mitarbeiter- und Qualifikationsdaten, nicht auf Aufträge oder Kosten; umgekehrt erhält die Instandhaltungsleitung für die Zuweisung nur die Antwort „befähigt ja/nein”, nicht den Nachweis selbst○ geplant
1.3.4Nur-Lese-Rolle auditor für Berufsgenossenschaft, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Revision — alles lesen, nichts ändern○ geplant
1.3.5Fremdfirmenzugang stark eingeschränkt: ausschließlich eigene Aufträge und deren Objekte; keine Stammdaten, keine fremden Kosten, keine anderen Objekte○ geplant
1.3.6Kein anlassloser vdw-Zugriff. Die Rolle vdw_support ist zeitlich befristet, muss vom Kunden freigeschaltet werden, jede Aktion wird protokolliert und dem Kunden angezeigt; kein Zugriff auf Dokumentinhalte ohne gesonderte Freigabe○ geplant kritisch
1.3.7Dokumentzugriff nie über eine öffentliche Adresse. Der Abruf läuft über die Schnittstelle mit Berechtigungsprüfung und anschließender kurzlebiger Weiterleitung (5 Minuten Gültigkeit). Ein nicht erratbarer Ablagepfad ist keine Zugriffskontrolle○ geplant kritisch
1.3.8Portaldienst mit minimalem Datenzugriff: eigene Datenbankrolle, eigene Sichten, lesend nur die für die jeweilige Sichtbarkeitsstufe freigegebenen Felder, schreibend nur Schadensmeldung, Störung und Dokument. Auf keiner Stufe Zugriff auf Mitarbeiter-, Qualifikations-, Zeitbuchungs-, Stundensatz- und Kostendaten○ geplant kritisch
1.3.9Aggregierte Produktkennzahlen statt Inhaltszugriff. vdw erhebt Anzahl der Objekte und gebuchte Module je Mandant, niemals Inhalte○ geplant
1.3.10Vergabe und Entzug von Berechtigungen nach dem Grundsatz der geringsten Rechte, dokumentiert und periodisch überprüft○ geplant

1.4 Trennungskontrolle — getrennte Verarbeitung von Daten unterschiedlicher Zwecke und Mandanten

Dies ist die zentrale Schutzmaßnahme des Produkts. Ein Bruch der Mandantentrennung ist zugleich der schwerste denkbare Vorfall (Risiko R-2 der Architektur).

Nr.MaßnahmeStand
1.4.1Ein gemeinsames Datenbankschema mit mandant_id als Pflichtfeld in jeder Tabelle mit Mandantenbezug○ geplant kritisch
1.4.2Zeilenbasierte Zugriffskontrolle (Row-Level-Security) auf jeder Tabelle mit Mandantenbezug, aktiviert und erzwungen (ENABLE und FORCE) — ohne FORCE umgeht der Tabelleneigentümer die Politik stillschweigend○ geplant kritisch
1.4.3Die Anwendung verbindet sich mit einer Datenbankrolle, die weder Tabelleneigentümer noch mit dem Recht zur Umgehung der Politik ausgestattet ist; Migrationen laufen unter einer getrennten Rolle○ geplant kritisch
1.4.4Der Mandantenkontext wird je Transaktion gesetzt (SET LOCAL), nicht je Sitzung — damit fällt er am Transaktionsende automatisch zurück○ geplant kritisch
1.4.5Der Verbindungspooler läuft ausschließlich im Modus session oder transaction, niemals statement. Im Statement-Modus wirkt die transaktionsgebundene Kontextsetzung nicht und es werden Zeilen fremder Mandanten geliefert. Die Einstellung ist Teil der Infrastrukturdefinition, nicht der Betriebsdokumentation○ geplant kritisch
1.4.6Die Anwendungsschicht filtert zusätzlich nach mandant_id. Der Datenzugriff läuft über einen Mandantenkontext, der ohne gesetzten Mandanten nicht erzeugt werden kann — Vergessen wird damit zum Übersetzungsfehler, nicht zum Datenleck○ geplant kritisch
1.4.7Jeder zusammengesetzte Datenbankindex beginnt mit mandant_id○ geplant
1.4.8Ein eigener Ablagebereich je Mandant im Objektspeicher, Pfad {mandant_id}/{jahr}/{dokument_id}○ geplant kritisch
1.4.9Getrennte Umgebungen: Entwicklung, Test, Abnahme und Produktion sind technisch getrennt. Die Abnahmeumgebung erhält keine unveränderten Produktivdaten○ geplant kritisch — siehe Prüfpunkt in Anlage 1 Abschnitt 5.2 zur Anonymisierung
1.4.10Kein Betrieb von Kundendaten auf Servern mit fremden Produktivsystemen. Der vorhandene Hostinger-Bestandsserver, auf dem eine eigene Buch-Automatisierung der vdw GmbH läuft, wird ausschließlich für Entwicklung und Test ohne Kundendaten verwendet○ geplant kritisch — als Betriebsregel festgehalten; die Einhaltung ist zu überwachen
1.4.11Automatisch erzeugte Isolationsprüfung über alle Schnittstellenrouten: Der Test liest die Schnittstellenbeschreibung, erzeugt zu jeder Route einen Aufruf mit dem Token von Mandant B auf eine Kennung aus Mandant A und erwartet die Antwort „nicht gefunden” — nicht „kein Zugriff”, weil letztere bereits die Existenz bestätigt. Eine neue Route ohne Isolationsschutz lässt die Prüfstrecke fehlschlagen○ geplant kritisch
1.4.12Prüfskript gegen das Politikverzeichnis der Datenbank: eine neue Tabelle ohne Zugriffspolitik lässt die Prüfstrecke fehlschlagen○ geplant kritisch
1.4.13Penetrationstest mit Schwerpunkt Mandantenisolation und QR-Portal vor dem zweiten Produktivmandanten○ geplant kritisch

Warum diese Zeilen so ausführlich sind: Jede einzelne dieser Regeln adressiert einen Fehler, der in Produktion erst unter Last auftritt und dann ein meldepflichtiger Datenschutzvorfall ist. Wird eine davon weggelassen, ist die Mandantentrennung nicht schwächer — sie ist wirkungslos.

1.5 Pseudonymisierung und Datenminimierung (Art. 32 Abs. 1 lit. a DSGVO)

Nr.MaßnahmeStand
1.5.1Datensparsames Datenmodell: kein Geburtsdatum, keine Privatanschrift, keine Bankverbindung, keine Personalakte, kein Lichtbild von Beschäftigten✔ umgesetzt — im Datenmodell der Anwendung 1.1 und in der Zielarchitektur gleichermaßen
1.5.2Anonyme Meldung als Regelfall im QR-Portal; Namens- und Kontaktangabe des Melders freiwillig◑ teilweise — das Meldeverfahren ist in der Anwendung angelegt, ein anonym erreichbarer Portaldienst existiert nicht
1.5.3Gesalzener Hashwert statt IP-Adresse in Protokollen des Portals, Frist 7 Tage○ geplant
1.5.4Pseudonymisierung statt Löschung, wo eine Aufbewahrungspflicht dem Löschanspruch entgegensteht: Ersetzung des Personenbezugs (etwa „Prüfer 4711”), Löschung der Zuordnungstabelle nach Fristablauf○ geplant — siehe Löschkonzept, Dokument 15
1.5.5Aggregierte Auswertungen als Voreinstellung; personenbezogene Auswertung als abschaltbares Merkmal, im Auslieferungszustand aus○ geplant
1.5.6Technische Sperre gegen Gesundheitsdaten: Dokumentupload bei Qualifikationen der Kategorie „Eignung” unterbunden, nur „liegt vor bis TT.MM.JJJJ”, Hinweistext im Formular○ geplant kritisch — derzeit nicht vorhanden. Die Anwendung 1.1 erlaubt zu jedem Zertifikat den Upload einer beliebigen Nachweisdatei ohne Kategorieprüfung
1.5.7Trennung der Vertrags- und Zahlungsdaten (eigene Verantwortlichkeit von vdw) von den Auftragsdaten des Kunden○ geplant

Abhängige Textstellen — am 07.08.2026 berichtigt. Dokument 22 (Datenschutzhinweise zur Anwendung) hatte in Ziffer 5.1 behauptet, der Upload sei für die Kategorie „Eignung” technisch unterbunden. Diese Aussage ist gestrichen und durch eine ausdrückliche organisatorische Anweisung ersetzt; § 3 Absatz 3 des Vertrags stellt zusätzlich klar, dass eine technische Sperre nicht zugesichert wird. Sobald 1.5.6 den Stand ✔ trägt, sind Dokument 22 Ziffern 5.1 und 10.3 sowie § 3 Absatz 3 des Vertrags zurückzustellen. Bis dahin ist jeder Kunde vor Aufnahme der Nutzung schriftlich und gegengezeichnet zu belehren.


2. Integrität (Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO)

2.1 Weitergabekontrolle — Schutz bei Übertragung und Transport

Nr.MaßnahmeStand
2.1.1Verschlüsselung im Transport: ausschließlich TLS ab Version 1.2, HSTS, moderne Verschlüsselungsverfahren; keine unverschlüsselten Zugänge○ geplant kritisch
2.1.2Verschlüsselung im Ruhezustand für Datenbank, Objektspeicher und Sicherungen○ geplant kritisch
2.1.3Strenge Inhaltssicherheitsrichtlinie ohne Freigabe eingebetteter Skripte, dazu X-Content-Type-Options, Referrer-Policy, Permissions-Policy; das Einbetten in fremde Seiten ist ausschließlich für Microsoft-Hosts zugelassen○ geplant
2.1.4Ratenbegrenzung am QR-Portal: je Token 60 Aufrufe je Stunde, je IP-Adresse 300; Meldungen je Token 5 je Stunde, je IP-Adresse 20○ geplant
2.1.5Aufzählungsschutz: ein unbekanntes Token liefert immer dieselbe neutrale Seite, nie eine Unterscheidung zwischen „nicht gefunden” und „kein Zugriff”○ geplant
2.1.6Kein Zwischenspeicher im Portal. Der anonym erreichbare Portaldienst arbeitet ohne Dienstmitarbeiter-Skript im Browser, weil ein zwischenspeicherndes Portal auf geteilten Geräten ein Datenleckrisiko ist○ geplant
2.1.7Keine Suchmaschinenindizierung des Portals (X-Robots-Tag: noindex, nofollow und robots.txt)○ geplant
2.1.8E-Mail-Versand mit eigener Absenderdomäne und den Verfahren SPF, DKIM und DMARC; Zustellprotokoll je Nachricht, Wiederholung bei Fehlschlag, sichtbare Anzeige fehlgeschlagener Zustellungen○ geplant
2.1.9Getrennter Prozess für die PDF-Erzeugung ohne Datenbankzugriff; er erhält fertiges HTML und signierte Bildverweise○ geplant
2.1.10Datenträger und Endgeräte mit Kundendatenbezug werden vor Aussonderung sicher gelöscht beziehungsweise vernichtet○ geplant

2.2 Eingabekontrolle — Nachvollziehbarkeit von Eingabe, Änderung und Entfernung

Nr.MaßnahmeStand
2.2.1Ereignisprotokoll audit_event, ausschließlich anfügend: Änderungen und Löschungen sind per Trigger und Rechteentzug technisch ausgeschlossen. Festgehalten werden Zeitpunkt, handelnde Person mit Anzeigenamen als Schnappschuss, Entität, Aktion, geändertes Feld mit altem und neuem Wert, Quelle und Korrelationskennung○ geplant kritisch
2.2.2Historisierung auf allen fachlichen Tabellen: erstellt am und von, geändert am und von, Versionszähler als optimistische Sperre○ geplant
2.2.3Kein hartes Löschen im Fachbetrieb. Fachliche Datensätze werden über einen Status außer Kraft gesetzt; hartes Löschen erfolgt ausschließlich über das Löschkonzept◑ teilweise — in der Anwendung 1.1 löscht das Entfernen einer Anlage die zugehörigen Prüfungen, Meldungen, Aufträge und Dokumente unwiderruflich mit
2.2.4Begründungspflichten: Aufhebung einer Sperre, Ablehnung einer Meldung und Zuweisung ohne Befähigung sind ohne Begründung nicht möglich; die Begründung wird protokolliert✔ umgesetzt — in der Anwendung 1.1 erzwungen und durch Tests abgesichert
2.2.5Schnappschusspflicht für Nachweise: Prüfvorschrift, Prüfpunkttext, Stundensatz und Befähigungsstand werden beim Vorgang mitgeschrieben, nicht nur verknüpft — sonst verändert ein späteres Katalogupdate rückwirkend alte Protokolle◑ teilweise — für Prüferbefähigung und Stundensatz in der Anwendung angelegt; ein versioniertes Rechtskataster mit Schnappschuss existiert nicht
2.2.6Verkettetes Ereignisprotokoll: jeder Eintrag trägt die Prüfsumme des vorherigen; eine nachträgliche Änderung, Löschung oder Einfügung macht alle folgenden Prüfsummen ungültig◑ teilweise — mit einer wesentlichen Einschränkung, siehe Kasten
2.2.7Serverseitige Prüfung jeder Geschäftsregel. Eine Regel, die nur in der Oberfläche steht, existiert nicht○ geplant kritisch
2.2.8Idempotenz beim Abgleich offline erfasster Vorgänge, damit eine wiederholte Übertragung keine Doppelbuchung erzeugt○ geplant
2.2.9Eingabevalidierung mit demselben Schema auf Client und Server, damit eine in der Halle erfasste Prüfung beim Abgleich nicht abgelehnt wird○ geplant
2.2.10Importe: nicht zuordenbare Zeilen werden als „zu prüfen” geführt und nie stillschweigend verworfen; ein Import mit null erkannten Zeilen gilt immer als Fehler✔ umgesetzt — in der Anwendung 1.1 gebaut und getestet

Grenze des Ereignisprotokolls — ausdrücklich benannt

Das in der Anwendung 1.1 gebaute Ereignisprotokoll verkettet die Einträge über eine Prüfsumme nach dem Verfahren FNV-1a mit 32 Bit. Dieses Verfahren ist kein kryptographisches Hashverfahren. Es ist bewusst so gewählt, weil die kryptographische Schnittstelle des Browsers ausschließlich asynchron arbeitet.

Daraus folgen zwei Aussagen, die im Vertrag nicht überschritten werden dürfen:

  1. Das Protokoll ist nicht fälschungssicher. Wer Zugriff auf den lokalen Speicher des Geräts hat, kann die gesamte Kette neu berechnen. Zusätzlich erlaubt ein 32-Bit-Prüfwert das gezielte Erzeugen von Kollisionen mit geringem Aufwand.
  2. Was es leistet: versehentliche und beiläufige Änderungen sichtbar machen — der praktisch häufigste Fall.

Der Begriff „revisionssicher” darf gegenüber Kunden für diesen Stand nicht verwendet werden. Revisionssicherheit im Sinne einer Beweiskraft gegenüber Berufsgenossenschaft oder Gericht setzt den Serverbetrieb mit getrenntem Schreibrecht, ein anfügendes Datenbankprotokoll und ein kryptographisches Verfahren voraus.

2.3 Dateiverarbeitung

Nr.MaßnahmeStand
2.3.1Typerkennung über die Dateisignatur, nicht über die Dateiendung○ geplant
2.3.2Virenscan jeder hochgeladenen Datei vor der Freigabe; bis zum Ergebnis ist die Datei nicht abrufbar○ geplant kritisch — ein Anbieter ist nicht ausgewählt, siehe Anlage 3
2.3.3EXIF-Entfernung aus Bildern (Standortdaten in Werksfotos sind zugleich ein Datenschutz- und ein Betriebsgeheimnisproblem)○ geplant — in der Anwendung 1.1 gehen Metadaten beim Verkleinern über die Zeichenflächen-Schnittstelle des Browsers technisch bedingt verloren; das ist ein Nebeneffekt, keine geprüfte Maßnahme
2.3.4Größen- und Mengenbegrenzung je Upload (höchstens 3 Bilder, je 5 MB, nur Bildformate im Portal)◑ teilweise — Größengrenzen bestehen in der Anwendung; Formatprüfung über die Signatur fehlt
2.3.5Prüfsumme (SHA-256) je abgelegter Datei zur Erkennung nachträglicher Veränderung○ geplant

3. Verfügbarkeit und Belastbarkeit (Art. 32 Abs. 1 lit. b und c DSGVO)

Nr.MaßnahmeStand
3.1Punktgenaue Wiederherstellung der Datenbank über 35 Tage○ geplant kritisch
3.2Wöchentlicher Vollauszug in einen getrennten Speicherbereich, nicht im selben Abonnement wie das Produktivsystem○ geplant kritisch
3.3Wöchentliche, automatisierte Wiederherstellungsprobe in der Abnahmeumgebung. Eine ungeprüfte Sicherung ist keine Sicherung — die Probe gehört in die Auslieferungsstrecke, nicht in eine Betriebsanweisung, die niemand liest○ geplant kritisch
3.4Versionierung und vorläufiges Löschen im Objektspeicher; Nachweisdokumente zusätzlich georedundant○ geplant
3.5Zonenredundante Hochverfügbarkeit der Datenbank○ geplant
3.6Getrennter Betrieb von Anwendung und Datenbank, damit ein Ausfall nicht beides gleichzeitig mitnimmt○ geplant kritisch
3.7Betriebsüberwachung: Anwendungsprotokolle, Fehlermeldungen mit Aufrufkette, Erreichbarkeitsprüfung von außen, Statusseite für Kunden○ geplant
3.8Fachliche Wächter — sie sind wichtiger als die technischen, weil der gefährlichste Fehler eines Fristenüberwachungssystems der stille ist: ein nicht versandter Fristenalarm sieht aus wie „keine Frist fällig”. Überwacht werden: der nächtliche Fristenlauf ist durchgelaufen und hat n Benachrichtigungen erzeugt; keine Benachrichtigung steht länger als eine Stunde auf „fehlgeschlagen”; kein Mandant ohne Sicherung in den letzten 24 Stunden; Objektzählerabgleich ohne Abweichung○ geplant kritisch
3.9Kein stiller Fehlschlag. Eine nicht zugestellte Benachrichtigung wird im Produkt sichtbar gemacht, nicht nur protokolliert○ geplant
3.10Rücknahme von Auslieferungen: Anwendungsstände sind jederzeit umschaltbar; Datenbankänderungen erfolgen ausschließlich erweiternd, Entfernungen frühestens im übernächsten Stand○ geplant
3.11Belastungstest mit dem Zehnfachen des Pilotbestands vor der Mandantenfähigkeit○ geplant
3.12Offline-Betrieb mit Ausgangswarteschlange auf dem Endgerät, sichtbarer Zähler, Warnung ab 24 Stunden ohne Übertragung, Export der offenen Vorgänge als Datei◑ teilweise — die Anwendung ist als installierbare Webanwendung gebaut; eine Ausgangswarteschlange mit Serverabgleich existiert nicht, weil es keinen Server gibt
3.13Keine Verfügbarkeitszusage in Prozent, solange nicht mindestens sechs Monate gemessen wurde; stattdessen zugesagte Reaktionszeiten im Support○ geplant — bewusste Entscheidung, in der Leistungsbeschreibung zu verankern

Der wichtigste Satz dieses Abschnitts: Bei einem Nachweissystem ist ein verlorenes Prüfprotokoll ein rechtlich verlorener Nachweis, und der Kunde hat keine zweite Quelle, weil er die Ordner gerade abgeschafft hat. Die Verfügbarkeitsmaßnahmen sind hier keine Nebensache.


4. Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung (Art. 32 Abs. 1 lit. d DSGVO)

4.1 Datenschutzmanagement

Nr.MaßnahmeStand
4.1.1Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 Abs. 1 und Abs. 2 DSGVO, getrennt geführt◑ teilweise — als Entwurf erstellt (Dokument 14), nicht förmlich in Kraft gesetzt
4.1.2Löschkonzept mit Fristen, Auslöser, Zuständigkeit und technischer Umsetzung◑ teilweise — als Entwurf erstellt (Dokument 15), technisch nicht umgesetzt
4.1.3Meldeprozess für Datenschutzvorfälle mit Eskalationskette, Zeitvorgaben und Erfassungsformular◑ teilweise — als Entwurf erstellt (Dokument 16), nicht erprobt
4.1.4Verpflichtung auf Vertraulichkeit aller Beschäftigten, dokumentiert○ geplant kritisch
4.1.5Jährliche Datenschutzschulung mit Teilnahmenachweis○ geplant
4.1.6Datenschutzbeauftragter○ geplant — nicht bestellt. Eine Pflicht nach § 38 Abs. 1 Satz 1 BDSG besteht bei rund fünf Beschäftigten nicht. Eine freiwillige Bestellung ist zum Serverbetrieb vorgesehen; sie kann zur Pflicht werden, sobald Art.-9-Daten regelmäßig verarbeitet werden (siehe 1.5.6) oder eine Datenschutz-Folgenabschätzung zu bejahen ist. Siehe § 12 des Vertrags
4.1.7Jährliche Überprüfung dieser Anlage auf Aktualität und Angemessenheit sowie anlassbezogen bei wesentlichen Änderungen○ geplant

4.2 Auftragskontrolle — Steuerung der Unterauftragsverarbeiter

Nr.MaßnahmeStand
4.2.1Auftragsverarbeitungsverträge mit allen eigenen Dienstleistern, die Kundendaten verarbeiten○ geplant kritisch — es besteht derzeit kein solcher Vertrag, weil kein Dienstleister beauftragt ist
4.2.2Eignungsprüfung vor der Beauftragung und danach jährlich, dokumentiert○ geplant
4.2.3Liste der Unterauftragsverarbeiter im Produkt einsehbar, Änderungen werden mit 30 Tagen Vorlauf angekündigt○ geplant
4.2.4Prüfung der Drittlandthematik vor jeder Beauftragung○ geplant

4.3 Sichere Entwicklung und Prüfstrecke

Nr.MaßnahmeStand
4.3.1Automatisierte Testsuite mit Einheits-, Integrations-, Vertrags-, Oberflächen-, Last- und Sicherheitstests◑ teilweise — 637 Tests in 15 Dateien decken die Fachlogik der Anwendung 1.1 ab (Fristenrechnung, Mängelkette, Befähigung, Protokollkette, Import, Kennzahlen). Es gibt keine Integrations-, Vertrags-, Last- oder Sicherheitstests, weil es keinen Server gibt
4.3.2Sicherheits- und Isolationssuite als Sperre in der Prüfstrecke○ geplant kritisch
4.3.3Abhängigkeitsprüfung in der Prüfstrecke mit Blockade bei kritischen Befunden○ geplant
4.3.4Trennung von Bauen und Freigeben: Freigabe in die Produktion nur mit ausdrücklicher manueller Zustimmung○ geplant
4.3.5Funktionale Verifikation vor der Freigabe: was ein Mensch anklickt, scannt oder ausdruckt, gilt erst nach Prüfung des tatsächlichen Endzustands als fertig✔ umgesetzt — als verbindliche Arbeitsregel im Projekt etabliert und angewandt
4.3.6Quellcodeverwaltung außerhalb von Synchronisationsordnern, Sicherung ausschließlich im entfernten Verzeichnis, Prüfung nach jedem Übertragen✔ umgesetzt — als Arbeitsregel etabliert; für Instandio ist das Repository noch anzulegen
4.3.7Eigene Freigabestrecke für das Rechtskataster mit fachlicher Freigabe im Vier-Augen-Prinzip, weil ein Katasterstand kein Programmstand ist und Fristen bei allen Kunden gleichzeitig ändert○ geplant

4.4 Vorfallbehandlung

Nr.MaßnahmeStand
4.4.1Meldung an den Kunden unverzüglich nach Bekanntwerden, in der Regel binnen 24 Stunden, an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen binnen 48 Stunden (§ 10 Absatz 1 des Vertrags)○ geplant — Prozess entworfen, siehe Dokument 16; eine Rufbereitschaft besteht nicht
4.4.2Dokumentation aller Vorfälle einschließlich Bewertung und Abhilfemaßnahmen○ geplant
4.4.3Jährliche Übung des Meldeprozesses anhand eines fiktiven Falls○ geplant
4.4.4Ein Bruch der Mandantentrennung gilt stets als meldepflichtiger Vorfall○ geplant — als Regel festgelegt

5. Was diese Anlage bewusst nicht zusichert

Damit kein Missverständnis entsteht, hier ausdrücklich benannt:

Nicht zugesichertGrund
Eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001, TISAX, BSI C5 oder einer vergleichbaren Norm bei der vdw GmbHEs besteht keine und ist derzeit keine geplant. Zertifizierungen der Unterauftragsverarbeiter bleiben davon unberührt
Ein bestandener PenetrationstestNoch nicht durchgeführt
Eine Verfügbarkeit in ProzentBewusst nicht zugesagt, solange nicht mindestens sechs Monate gemessen wurde
Revisionssicherheit im Sinne einer Beweiskraft gegenüber Gericht oder BehördeSiehe Kasten in Abschnitt 2.2
Ein bestellter DatenschutzbeauftragterNoch nicht entschieden
Verschlüsselung der Fachdaten auf FeldebeneNicht vorgesehen; geschützt wird über Transport-, Ruhezustands- und Zugriffsverschlüsselung
Ein Rechenzentrumsstandort in Deutschland für Entwicklungs- und TestumgebungenDer Standort des vorhandenen Bestandsservers ist ungeprüft, siehe Anlage 3

Änderungsverzeichnis

VersionDatumÄnderungBearbeiter
1.115.08.2026Serverbetrieb aufgenommen: Supabase Pte. Ltd. als Unterauftragsverarbeiter in Anlage 3, Drittlandbezug ausgewiesen, Vorbemerkung auf den tatsächlichen Stand umgestelltvdw GmbH
1.0-Entwurf07.08.2026Ersterstellung mit vollständiger Kennzeichnung des Umsetzungsstandsvdw GmbH

Änderungsprotokoll

DatumGeänderte AbschnitteBehobener Befund
07.08.2026Neuer Abschnitt 0.2.1 — diese Anlage ausdrücklich als Prüfmaßstab für alle übrigen Dokumente festgelegt; Reichweite und Grenzen der Freizeichnung in § 6 Absatz 2 des Vertrags benanntB-01, B-02, B-03
07.08.2026Prüfpunkt zu Nr. 1.5.6 — abhängige Textstellen benannt und der Stand ihrer Berichtigung in Dokument 22 und § 3 Absatz 3 des Vertrags festgehaltenB-01, B-05
07.08.2026Nr. 4.1.6 — Platzhalter durch die Feststellung ersetzt, dass kein Datenschutzbeauftragter bestellt und keine Bestellpflicht gegeben ist, mit den Bedingungen, unter denen sie entstehen kannAuflage: keine Platzhalter in Vertragsanlagen
07.08.2026Nr. 4.4.1 — Meldefrist an die neue Fassung des § 10 Absatz 1 des Vertrags angeglichen (Regelfrist 24 Stunden, 48 Stunden an Wochenenden und Feiertagen)B-07

Anlage 3 — Unterauftragsverarbeiter

nach Artikel 28 Absatz 2 und 4 DSGVO · Produkt: Instandio · Auftragsverarbeiter: vdw GmbH

Fassung: 1.1 · Stand 15.08.2026 · Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag


0. Der Stand in einem Satz

Seit dem 15.08.2026 betreibt vdw einen Server, und die Supabase Pte. Ltd. ist als Unterauftragsverarbeiter beauftragt. Wer Instandio ohne Konto nutzt, ist davon nicht berührt — dessen Daten liegen weiterhin ausschließlich im Browser. Sobald ein Kunde ein Konto anlegt, werden seine Daten auf einem Server in Frankfurt am Main verarbeitet, den die Supabase Pte. Ltd. betreibt.

Zu klären, bevor der erste Kunde ein Konto anlegt:

Nr.FrageWer
0.1Ist das Auftragsverarbeitungsverzeichnis von Supabase angenommen? Erledigt: Es gilt mit der Annahme der Nutzungsbedingungen, also seit der Projektanlage am 15.08.2026.—
0.2Genügen die einbezogenen Standardvertragsklauseln, oder ist zusätzlich eine Übermittlungsfolgenabschätzung (TIA) nach Art. 46 DSGVO zu erstellen?Fachkundige Prüfung
0.3Reicht die im Anbieterkonto gewählte Region eu-central-1 vertraglich aus, oder ist der Verarbeitungsort gesondert zu vereinbaren?Olaf mit fachkundiger Prüfung
0.4Ist ein Anbieter mit Sitz in der EU vorzuziehen, um den Drittlandbezug ganz zu vermeiden?Geschäftsführung

Diese Anlage ist damit nicht mehr im auslieferbaren Zustand des 07.08.2026. Sie darf einem Kunden erst vorgelegt werden, wenn die Punkte 0.1 bis 0.3 beantwortet und die Angaben in Abschnitt 1 bestätigt sind.

Aufbau dieser Anlage. Abschnitt 1 ist der Vertragsbestandteil: die Liste der beauftragten Unterauftragsverarbeiter. Sie ist derzeit leer und in diesem Zustand vollständig und richtig — ein Kunde kann sie so erhalten. Abschnitt 1a hält den internen Auswahlstand fest; er ist ausdrücklich kein Vertragsbestandteil und begründet keine Genehmigung. Diese Trennung ist notwendig, weil eine Liste mit Anbieternamen sonst den Eindruck erweckt, es bestünden bereits Beauftragungen.

Alle Anschriften und Registerangaben in den Abschnitten 1a, 2, 3 und 4 sind Arbeitsstand und nicht verifiziert. Vor der Aufnahme eines Anbieters in Abschnitt 1 sind Firmierung, Anschrift und Registerangaben anhand des Impressums und des Auftragsverarbeitungsvertrags des Anbieters zu prüfen.


1. Beauftragte Unterauftragsverarbeiter — dies ist der Vertragsbestandteil

Diese Liste ist die abschließende Aufstellung nach § 8 Absatz 1 des Vertrags.

Nr.Name und AnschriftLeistungOrt der VerarbeitungDrittlandbezugAV-Vertrag geschlossen am
1Supabase Pte. Ltd., 65 Chulia Street #38-02/03, OCBC Centre, Singapore 049513Betrieb der Datenbank, der Anmeldung und der Schnittstelle, über die Instandio die Daten der Kundenkonten speichert und abgleichtFrankfurt am Main, Region eu-central-1Ja — Sitz des Anbieters in Singapur, kein Angemessenheitsbeschluss; abgesichert über die im Auftragsverarbeitungsverzeichnis des Anbieters einbezogenen Standardvertragsklauseln15.08.2026

Herkunft der Angaben. Firmierung und Anschrift stammen aus dem Auftragsverarbeitungsverzeichnis des Anbieters, abgerufen am 15.08.2026 unter https://supabase.com/legal/dpa. Der Verarbeitungsort eu-central-1 (Frankfurt am Main) ist am 15.08.2026 im Anbieterkonto bestätigt worden.

Zum Datum des Vertragsschlusses. Das Auftragsverarbeitungsverzeichnis des Anbieters wird nicht gesondert unterzeichnet, sondern gilt mit der Annahme der Nutzungsbedingungen („This DPA is effective as of the Effective Date of the Agreement”; „acceptance of the Agreement shall have the same effect as signing the SCCs”). Maßgeblich ist deshalb der Tag, an dem das für Instandio genutzte Projekt angelegt wurde: der 15.08.2026.

Was das bedeutet: vdw zieht für den Betrieb der Kundenkonten einen weiteren Auftragsverarbeiter heran. Kunden, die Instandio ohne Konto nutzen, sind davon nicht berührt — bei ihnen verlassen die Daten das Gerät nicht. Eine Hinzuziehung ist erst nach dem Verfahren des § 8 Absätze 3 bis 5 des Vertrags zulässig: Abschluss eines Vertrags nach Art. 28 Abs. 4 DSGVO, dokumentierte Eignungsprüfung, Ankündigung an den Kunden 30 Tage vor Wirksamwerden, Widerspruchsrecht des Kunden. Jede Aufnahme in diese Tabelle ist in Abschnitt 6 zu protokollieren.

Diese Anlage ist als Vertragsbestandteil vollständig und darf einem Kunden vorgelegt werden. Die Prüfpunkte 0.2 bis 0.4 betreffen nicht die Vollständigkeit dieser Liste, sondern die Bewertung des Drittlandbezugs; sie sind fachkundig zu klären, bevor mit dem Verarbeiten von Echtdaten begonnen wird.


1a. Auswahlstand — kein Vertragsbestandteil, keine Beauftragung

Die folgende Aufstellung dokumentiert den internen Arbeitsstand der Anbieterauswahl. Keiner dieser Anbieter ist beauftragt; mit keinem besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag. Die Aufstellung begründet keine Genehmigung nach § 8 Absatz 1 des Vertrags und ist einem Kunden nicht als Liste der Unterauftragsverarbeiter vorzulegen.

Nr.Zu vergebende LeistungArbeitsstand der Auswahl (Anschriften nicht verifiziert)Offene Prüfung
ABetrieb der Anwendung, Datenbank, Objektspeicher für Dokumente und Fotos, Datensicherung, AnwendungsprotokolleHostingentscheidung nicht getroffen. In der Betrachtung: Microsoft Azure (Region Deutschland) sowie die Rückfallebenen aus Abschnitt 3Für Microsoft-Dienste ist die Reichweite der EU-Datengrenze und ein möglicher Zugriff aus Drittstaaten (Support, Telemetrie) anhand der Produkt- und Datenschutzbestimmungen zu prüfen
BVersand von Fristenvorwarnungen, Eskalationen, Maßnahmen- und Auftragsbenachrichtigungen (E-Mail-Adresse, Anzeigename, Inhalt der Benachrichtigung)kein Anbieter ausgewählt. In der Betrachtung: Brevo (Sendinblue SAS), Sitz FrankreichRechenzentrumsregion schriftlich bestätigen lassen
CPrüfung hochgeladener Dateien auf Schadsoftware vor der Freigabekein Anbieter ausgewähltEU-Verarbeitung sicherstellen oder Lösung ohne Drittanbieter prüfen
DErfassung von Fehlermeldungen mit Aufrufkette (technische Kennungen, Nutzer- und Mandantenkennung; keine Fachdaten)kein Anbieter ausgewählt. In der Betrachtung: Sentry, Anbieter mit Sitz in den USA, bei Wahl der EU-RegionBei einem US-Anbieter sind Standardvertragsklauseln nach Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO nebst Übermittlungs-Folgenabschätzung erforderlich, sofern ein Zugriff aus den USA nicht ausgeschlossen ist. Alternative ohne Drittlandbezug vorrangig prüfen
EErkennung automatisierter Zugriffe am öffentlich erreichbaren QR-Portal, erst bei Auffälligkeit ausgelöst (übermittelt würde mindestens die IP-Adresse des Melders)nicht entschieden. Die Architektur nennt beispielhaft Cloudflare Turnstile, Anbieter mit Sitz in den USAEin US-Anbieter im anonymen Meldeweg steht in Spannung zum Vertriebsargument „deutsches Hosting”. Vorrangig eine Lösung ohne Drittanbieter prüfen (eigene Ratenbegrenzung und Auffälligkeitserkennung)

2. Der Bestandsserver — offener Prüfpunkt

MerkmalAngabe
AnbieterHostinger International Ltd., 61 Lordou Vironos Street, 6023 Larnaca, Zypern (nicht verifiziert)
TarifKVM 4 — 4 vCPU (AMD EPYC 9354P), 15 GiB Arbeitsspeicher, 193 GB Plattenplatz
SystemUbuntu 24.04.4 LTS, PostgreSQL 16, Redis, Postfix, Node, Python 3
Vorgesehene Verwendungausschließlich Entwicklungs- und Abnahmeumgebung während der Bauzeit
Grenzkosten für Instandio0,00 € — der Server läuft ohnehin für ein anderes Vorhaben der vdw GmbH

2.1 Warum dieser Server für Kundendaten nicht in Frage kommt

GrundWarum das trägt
Rechenzentrumsstandort geklärtDer Server steht in Frankfurt am Main (bestätigt am 07.08.2026). Die Verarbeitung findet damit in Deutschland statt, ein Drittlandtransfer liegt nicht vor. Offen bleibt der Vertrag nach Art. 28 DSGVO — er ist zu schließen, bevor personenbezogene Echtdaten auf diesem Server verarbeitet werden.
Gemeinsame Nutzung mit einem fremden ProduktivsystemAuf der Maschine läuft eine eigene Buch-Automatisierung der vdw GmbH (KDP-Factory-Pipeline). Kundendaten aus Instandio neben einem sachfremden Produktivsystem sind in einem Vertrag nach Art. 28 DSGVO schwer zu vertreten und gegenüber einer prüfenden Kunden-IT nicht zu erklären
Anwendung und Datenbank auf einer Maschine, ohne AusfallübernahmeEin Ausfall nimmt beides gleichzeitig mit. Bei einem Nachweissystem, dessen Fristenlauf nachts durchlaufen muss, ist das keine tragfähige Grundlage
Keine punktgenaue WiederherstellungAnlage 2 Nr. 3.1 fordert 35 Tage. Hostinger sichert per Momentaufnahme, nicht fortlaufend. Eine Protokollarchivierung müsste selbst gebaut und wöchentlich erprobt werden

2.2 Regelung

vdw verarbeitet auf diesem Server keine personenbezogenen Kundendaten. Wird die Abnahmeumgebung mit einem Auszug aus Produktivdaten befüllt, ist dieser Server entweder durch einen ausschließlich für Instandio betriebenen Server zu ersetzen oder als Unterauftragsverarbeiter in Abschnitt 1 aufzunehmen — einschließlich Auftragsverarbeitungsvertrag, verifiziertem Standort und Ankündigung an die Kunden.


3. Alternative Hostinganbieter — geprüft, nicht beauftragt

Die folgenden Anbieter wurden in GO-LIVE-UND-BETRIEB.md §2.1 und §2.1.1 geprüft. Sie sind keine Unterauftragsverarbeiter, solange sie nicht beauftragt sind. Die Aufstellung dient der Nachvollziehbarkeit der Hostingentscheidung.

Anbieter (Anschriften nicht verifiziert)SitzBewertung aus dem Konzept
Hetzner Online GmbH, Industriestr. 25, 91710 GunzenhausenDeutschlandDatenschutzrechtlich mindestens gleichwertig zu Azure, aber erklärungsbedürftiger gegenüber einer M365-nahen Kunden-IT. Preisvorteil seit der Erhöhung zum 15.06.2026 kleiner als angenommen
netcup GmbH, Daimlerstraße 25, 76185 KarlsruheDeutschlandGünstigste Variante mit selbst betriebener Datenbank. Der Preisvorteil wird durch den eigenen Betriebsaufwand (Patches, Ausfallübernahme, Wiederherstellungsproben) rechnerisch aufgezehrt
IONOS SE, Elgendorfer Str. 57, 56410 MontabaurDeutschlandZugleich Registrar der Instandio-Domänen. In keiner geprüften Variante die günstigere Wahl; Managed PostgreSQL liegt über dem Dreifachen des Azure-Preises. Die Domainregistrierung bindet die Hostingentscheidung nicht
Contabo GmbHDeutschlandBilligster Preis, schlechteste Wahl: 24 Monate Vertragsbindung und kein tragfähiges Leistungsversprechen. Für ein Nachweissystem mit Berufsgenossenschafts-Relevanz nicht vertretbar

4. Dienste, die keine Unterauftragsverarbeiter dieses Vertrags sind

Diese Abgrenzung ist wichtig, weil sie erklärt, warum bekannte Namen in Abschnitt 1 fehlen.

DienstWarum keine Unterauftragsverarbeitung

| Microsoft Entra ID und Microsoft Teams im Tenant des Kunden | Der Kunde betreibt seinen eigenen Microsoft-365-Tenant in eigener Verantwortung. Die Anmeldung findet im Verzeichnis des Kunden statt; vdw ist an dieser Verarbeitung nicht als Auftragsverarbeiter beteiligt und speichert keine Kennwörter | | Quellcodeverwaltung und Prüfstrecke (GitHub) | Enthält Programmcode und Testdaten, keine Kundendaten. Wird die Abnahmeumgebung mit personenbezogenen Daten befüllt, ändert sich diese Bewertung — siehe Abschnitt 2.2 |

| Zertifikatsausstellung (Let’s Encrypt) | Ausstellung von Transportverschlüsselungszertifikaten für Domänennamen; keine Verarbeitung personenbezogener Daten des Kunden | | Domainregistrierung (IONOS) | Verwaltung der Domänen instandio.de, .com, .store, .global der vdw GmbH; keine Kundendaten | | Telekommunikation, Post, Reinigung, Hardwarewartung ohne Datenzugriff | Nebenleistungen nach § 8 Absatz 2 des Vertrags |


5. Aufgaben vor dem ersten Produktivkunden

Nr.AufgabeZuständigStatus
A1Hostingentscheidung treffen und in Anlage 1 sowie in dieser Anlage festschreibenOlaf von Deinesoffen
A2Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Hostinganbieter schließen, Standardvertragsklauseln und Unterauftragsverarbeiterliste des Anbieters prüfenvdwoffen
A3Rechenzentrumsstandort des Hostinger-Bestandsservers klären oder den Server aus dem Verarbeitungspfad nehmenvdwoffen — wichtigster Punkt
A4E-Mail-Versanddienst auswählen, Auftragsverarbeitungsvertrag schließen, Rechenzentrumsregion schriftlich bestätigen lassenvdwoffen
A5Virenscan-Anbieter auswählen und Auftragsverarbeitungsvertrag schließen; alternativ eine Lösung ohne Drittanbieter prüfenvdwoffen
A6Fehlerüberwachung entscheiden: EU-Anbieter oder Standardvertragsklauseln mit Übermittlungs-Folgenabschätzungvdwoffen
A7Bot-Schutz entscheiden: eigene Lösung oder Drittanbieter mit Drittlandprüfungvdwoffen
A8Liste im Produkt einsehbar machen und das Ankündigungsverfahren nach § 8 Absatz 4 des Vertrags einrichtenvdwoffen
A9Jährliche Eignungsprüfung aller Unterauftragsverarbeiter als wiederkehrenden Termin anlegenvdwoffen
A10Zertifizierungsnachweise (ISO/IEC 27001, BSI C5) der Anbieter einholen und ablegen — sie sind der Nachweis nach § 9 Absatz 2 lit. d des Vertragsvdwoffen

6. Änderungshistorie der Unterauftragsverarbeiter

Diese Tabelle wird bei jeder Änderung fortgeschrieben. Sie ist zugleich der Nachweis der Ankündigung nach § 8 Absatz 4 des Vertrags.

DatumÄnderungBetroffener UnterauftragsverarbeiterAnkündigung an Kunden amWidersprüche
07.08.2026Ersterstellung der Anlage; kein Unterauftragsverarbeiter beauftragt———

Änderungsverzeichnis

VersionDatumÄnderungBearbeiter
1.115.08.2026Serverbetrieb aufgenommen: Supabase Pte. Ltd. als Unterauftragsverarbeiter in Anlage 3, Drittlandbezug ausgewiesen, Vorbemerkung auf den tatsächlichen Stand umgestelltvdw GmbH
1.0-Entwurf07.08.2026Ersterstellungvdw GmbH

Änderungsprotokoll

DatumGeänderte AbschnitteBehobener Befund
07.08.2026Abschnitt 0 — Aufbau der Anlage erläutert: Abschnitt 1 als Vertragsbestandteil, Abschnitt 1a als interner Auswahlstand; Hinweis ergänzt, dass die leere Liste vollständig und einem Kunden vorlegbar istB-06
07.08.2026Abschnitt 1 — aus der Liste „vorgesehener” Unterauftragsverarbeiter eine leere Liste beauftragter Unterauftragsverarbeiter gemacht; die frühere Aufstellung U1 bis U5 erweckte den Eindruck bestehender BeauftragungenB-06
07.08.2026Neuer Abschnitt 1a — Anbieterkandidaten als Auswahlstand ohne Vertragswirkung geführt, Anbieternamen aus der Vertragsanlage herausgelöst, offene Prüfungen je Leistung benanntB-06